Bist Du schon im Zen-Modus?

17. März 2021 0 Von Bettina
“Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.”
(Marie von Ebner-Eschenbach

Gerade in diesen Zeiten können wir uns gegenseitig öfters mal fragen: “Bist Du schon im Zen-Modus”? Gelassenheit, Akzeptanz, Konzentration, Ruhe bewahren sind Eigenschaften, die wir jetzt im Lockdown vortrefflich üben dürfen und vielleicht auch erst einmal erkennen, was eine Zen-Persönlichkeit ist. (Obwohl sogar ich langsam denke, dass es reicht…)

Kennst Du auch Menschen, die selbst in den größten persönlichen Katastrophen ruhig und fokussiert bleiben?

Eine große Tragöde trifft sie. Bei jedem Rückschlag bleiben sie ungestört, gelassen und konzentriert. Nicht in Panik zu verfallen und vor einer Situation zu flüchten ist gar nicht so einfach. Diese Zen-Mentalitäten vermitteln uns, dass in der Ruhe die Kraft liegt, weil sie sich nicht von Stress, Wut oder Frustration überwältigen lassen. Bei einer Sache zu bleiben, ohne den verstörenden Gedanken nachzuhängen. Das hilft den aufgeregten Geist zu beruhigen und das Chaos der Gedanken zu verringern.

Wie schaffen sie das? Was kann ich mir für mein Leben vielleicht abschauen?

Diese vier Eigenschaften zeigen, was die meisten Zen-Menschen auszeichnet und was ihnen ein ausgeglichenes, ruhiges und glücklicheres Leben beschert.

Los geht’s….
Es ist nie zu spät neue Denkweisen anzunehmen und sich persönlich weiterzuentwickeln
  1. Sie verzetteln sich nicht in den Details
    Zen-Menschen schauen auf das “größere Bild”. Sie lassen sich nicht von kleineren, unwichtigen Dingen aufhalten, die auf lange Sicht keine Rolle spielen (werden).
    Ein Beispiel: Blöde Kommentare in den Social Media oder Lästereien von Kollegen? Kratzen an Deiner Seele? In der Auseinandersetzung mit dem “wie und warum” kann man sich endlos aufhalten. Kritik, ob nun gerechtfertigt oder nicht, kratzt immer auch am Selbstbewusstsein. Aber ist es das wert?

    Aber auf die lange Sicht gesehen, sind sie unwichtig. Denn das sind Kleinigkeiten, die auf lange Sicht wenig mit unserem Glücklich sein zu tun haben. Die meisten Dinge, die wir derzeit als Probleme bezeichnen, spielen im nächsten Jahr, im nächsten Monat und wahrscheinlich nicht einmal in der nächsten Woche eine Rolle.

    Zen-Charaktere erkennen das und achten darauf, immer das Gesamtbild im Fokus zu haben.

    Die Quintessenz zum Abschauen für Dich: Lass Dich von Nebensächlichkeiten nicht in einen Strudel hineinziehen, betrachte das ganze Bild. Letztlich sind sie für Dein Glücklichsein unwichtig. Daher lächele es weg und gehe weiter.
  2. Sie suchen in jeder Schwierigkeit, auf die sie stoßen, nach einer wertvollen Lektion
    Wenn es um Rückschläge und Schwierigkeiten geht, haben Zen-Persönlichkeiten das folgende Motto:
    “Warum in Panik zu verfallen anstatt daraus zu Lernen?”
    Mit anderen Worten, angesichts der Notlage bleiben sie ruhig und suchen immer nach nützlichen Lektionen, die sie für jede der Schwierigkeiten, auf die sie stoßen, lernen können.

    Zum Beispiel würden sie die Herausforderung annehmen und denken:
    “Wenn Du Dich den Folgen einer Trennung stellen musst, wirst Du stärker.”
    Das schreckliche Vorstellungsgespräch wird sie lehren, im Nächsten besser vorbereitet zu sein.

    Letztendlich ist es wichtig zu verstehen, dass wir nicht kontrollieren oder verhindern können, dass uns auch schlechte Dinge passieren. Was Du aber tun kannst, ist die Art und Weise wie Du damit umgehst und wie Du darauf reagierst.

    Das innere Kind in Dir möchte sich vielleicht verkriechen und weinen. Das führt nur dazu, dass Stress und Traurigkeit überwältigend werden. Du kannst auch ruhig bleiben, weitermachen und jeden Rückschlag als Gelegenheit betrachten, etwas Neues zu lernen. Zen-Persönlichkeiten wählen letzteren Weg.

    Was Du Dir aus dem Verhalten mitnehmen kannst: Wir alle haben unser ganzes Leben lang mit Rückschlägen und Schwierigkeiten zu kämpfen – so ist nun mal das Leben.

    Wenn Du mit Schwierigkeiten konfrontiert wirst, gerate nicht in Panik. Lass Dich nicht von Deinem Denken, dass das Leben unfair ist und Du es nicht durchstehen kannst, überwältigen. Die gute Nachricht ist, Du wirst es überstehen und vielleicht auch wieder etwas Wichtiges erkannt haben.

    Schauen Dir immer auch die gute Seite der Dinge an:
    Es gibt eine wertvolle Lektion, die Du aus jeder schwierigen Situation lernen kannst. Das Leben besteht nun einmal aus Höhen und Tiefen, denen wir je gelassener wir bleiben, besser begegnen können.
  3. Sie streben nach kontinuierlicher Verbesserung statt nach Perfektion
    Werde die beste Version Deiner selbst. Nach Perfektion zu streben ist ein sinnloser Kampf. Das Gefühl des nicht Perfekt seins stresst und ängstigt Dich unnötig. Dieser Krampf ständig perfekt und alles richtig machen zu wollen, tut auch Deiner mentalen Gesundheit nicht gut. Du bist wie ein Schnellkochtopf, der unter Druck kocht. Außerdem verlangsamt es alle Fortschritte, die Du anstreben und erreichen könntest, wenn Du zulässt, dass Du kein(e) Super(wo)man bist.

    Die meisten Zen-Persönlichkeiten halten nichts von übermäßigen Standards für sich selbst. Sie sind nicht besessen von hervorragenden Leistungen oder suchen verbissen nach Erfolgen. Besser noch, sie bestrafen sich nicht für ihre Fehler. Sie akzeptieren die Tatsache, dass niemand perfekt ist – und sind damit einverstanden. Vor allem haben sie verstanden, dass alles einem Flow unterliegt. Jeden Tag gibt es eine neue Chance. Also, warum sich selbst schaden?

    Das Mitnehmen für Sie: Folge keiner Vision, dass Du Perfektion für Dich erreichen kannst, wenn Du es nur genug versuchst. Perfektion ist schlecht für Deine mentale Gesundheit, Dein Selbstbild und Dein emotionales Wohlbefinden. Du wirst niemals perfekt sein (und das ist in Ordnung, weil es sonst auch Niemand, der wirklich perfekt sein kann), aber du kannst die beste Version von dir werden. Der Direktor, der gleichzeitig auch Mathematiklehrer meiner Tochter war, sagte den Schüler(innen) vor dem Abitur: “Habe Mut zur Lücke, Du musst nicht perfekt sein!” Das nimmt Dir den Druck, wenn Du Dich daran erinnerst.
  4. Sie haben die Kunst der Akzeptanz gelernt
    Ich bin sofort bei Dir, dass es Zeiten gibt, in denen das Leben im Grunde genommen Mist ist. Und Du kannst nichts dagegen tun. Damit möchte ich sagen, dass das Leben unvorhersehbar und nicht wirklich planbar ist. Es ist anstrengend immer wieder kämpfen zu müssen und sich Schwierigkeiten zu stellen.

    Du hast bestimmte Ziele und Pläne. Deine fest Vorstellung davon, wohin Du willst oder was Du machen möchtest, steht fest. Dann passiert das Leben und alles ändert sich. Das Frustrierende daran ist, dass es keine Möglichkeit gibt dies zu verhindern. Das Leben ist nun einmal so, wie es ist. Höhen und Tiefen wechseln sich ab. Was kannst Du also tun, um ruhig zu bleiben und Dich unterwegs nicht irgendwo zu verlieren?

    Das kannst Du von den Zen-Mentalitäten in dieser Hinsicht lernen:
    Akzeptiere die Dinge, die keine Veränderung zulassen. Akzeptanz stellt keinen Misserfolg dar. Vielmehr bietet dies Dir die Möglichkeit neue Wege zum persönlichen Glück zu suchen, wenn Du Dinge/Situationen/Menschen nicht verändern kannst. Manchmal liegt im Akzeptieren und Ruhenlassen auch der größere Schatz fürs Leben. Oft erkennen wir dies erst in der Zukunft, wenn wir zurückschauen. Und die Erkenntnis, dass neue Schätze am Wegesrand zu finden waren, die vorher nicht sichtbar waren. Verlier Dein Ziel dennoch nicht aus den Augen, auch wenn Du einen Umweg gehen musst oder noch einmal komplett neu ansetzen musst.

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