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Kann man einen Skeptiker vom Gegenteil überzeugen?

close up photo of a man with facial hair
Photo by Tima Miroshnichenko on Pexels.com

„Und er kommt zu dem Ergebnis:
Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil, so schließt er messerscharf,
nicht sein kann, was nicht sein darf.“

Gedicht von Chr. Morgenstern aus „Die unmögliche Tatsache“ (aus Palmström; 1910)

Die EREAMS Studie und unsere Aktivitäten in Interviews scheint auch immer mehr Skeptiker anzuziehen. Vielen geht es nicht um eine Trauerverarbeitung, sondern reine Neugier. Als Medium bin ich weder ein Orakel, noch ein Studienobjekt. Ich sehe mich eher als eine Art „kurzfristige Begleiterin zur Unterstützung beim Trauerprozess“.

Ich glaube, dass Diejenigen, die meine Arbeit kennen nun nicken werden. Denn die eigentliche Trauerbegleitung erfolgt durch dafür ausgebildete Psychotherapeuten, Trauerbegleiter, Seelsorger oder Traumatherapeuten.

Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit

Vor Kurzem habe ich eine Sitzung mit einem Wissenschaftler gehabt. Er erhielt eine Vielzahl an tiefgehenden Beweisen. Da es so viele emotionale und körperliche Baustellen gab, floss auch noch eine Akasha Botschaft mit ein. Eigentlich ist das bei einem Jenseitskontakttermin nicht die Regel. Da das an diesem Tag mein letzter Termin war, habe ich mir Zeit genommen, weil ich der Meinung war, dass es für ihn sehr wichtig sei.

Skeptische Menschen suchen nach „spezifischen Beweise“. Leider führt das in letzter Zeit immer wieder zu Missverständnissen. Diese Definition eines Beweises wird daher oft auch negativ ausgelegt.

Was versteht man unter einem „spezifischen Beweis“ im Rahmen eines Jenseitskontaktes?

Erst einmal ein spezifischer Beweis ist für Jeden etwas Anderes. Für den Einen bedeutet es, dass es etwas ganz Dramatisches, Großes wie ein Geheimnis ist, was Niemand sonst wissen konnte. Für den Anderen ist es eine Aussage, die nicht allgemein gültig ist und von dem Medium nicht hätte gewusst werden können.

Ein Beispiel aus einem Jenseitskontakt vor einigen Tagen:
Da sprach die verstorbene Mutter über eine Situation während des Sterbeprozesses, den nur die im Raum Anwesenden wissen konnten. Es waren keine großartigen, weltbewegenden Dinge, aber ein bestimmtes Streicheln, ein Kuss, das Aufmachen der Augen und ein letzter Blickkontakt. Klarheit im Geiste.

Für mich und ihre Liebsten war es eine spezifische Aussage. Ein Skeptiker würde argumentieren: „Ach, das ist doch kein Beweis. Das ist doch klar.“ Nein, ist es nicht, weil Viele in der palliativen letzten Betreuung schlafend hinüber gehen und daher oft das Bild verwischt ist.

Es wurde eine Trauerfeier beschrieben, die an ihrer Arbeitsstätte für Kollegen und Patienten erfolgte. Davon wurde der Familie ein Video zugesandt.

Ich sah nur die Trauerfeier, ein Video, ihr Foto und eine Kerze. Hier war die Unterstützung der Familie erforderlich, die das zuordnen konnte. Wären es Hardcore Skeptiker gewesen, dann wären sie darauf gar nicht eingegangen und die Botschaft wäre verloren gewesen.

Trauernde glauben alles, oder? Und nach einem Sitting ist man so euphorisch, da wird etwas für bare Münze genommen, was nur etwas Allgemeines war.

Nun einen Monat später kommt die Beurteilung des Treffens. Ich kann dann manchmal anhand der Aussagen für mich herausfiltern, um wen es sich handelt. (Ich gebe ja lediglich an Professor Dr. Oliver Lazar die ausgefüllten Bögen bzw. die bei Onlineterminen übermittelte E-Mailadresse weiter.) Allerdings weiß ich dann meist den Namen nicht mehr.

Und natürlich interessiert es mich auch, wie die Sitzung nach 4-6 Wochen beurteilt wurde.

Und so war ich doch sehr erstaunt, was das Resümee des o.g. Wissenschaftlers war:

  1. Nur 50% der Aussagen waren zutreffend und wurde auch benannt. (Wo waren die anderen zutreffenden Aussagen, die im Sitting bejaht wurden? Waren sie auf einmal nicht mehr zutreffend?)
  2. Obwohl aus einem 45 Minuten-Termin ein 1.5 Stunden andauerndes Gespräch mit einer Vielzahl an Fragen wurde, wurde gesagt, dass man leider versäumt hätte, noch weitere „Kontrollfragen“ zu stellen. (Nebenbei gesagt, es wurden zahlreiche Kontrollfragen gestellt!)
  3. Die vielen nicht kommentierten Botschaften wären mit Sicherheit für die Studie interessant gewesen.
  4. Ich habe diesen Herrn das erste Mal gesehen und trotzdem waren 50% der Aussagen zutreffend. Meiner Meinung nach waren es allerdings deutlich mehr, weil auch das Verhältnis in der Familie beleuchtet wurde und verschiedene Dinge benannt wurden, die er zuordnen konnte.
  5. In Zukunft werde ich es vielleicht auch wie andere Medien halten, die sich strikt an die 30 Minuten-Sitzung halten und dann ihre Sitter verabschieden. Vielleicht liegen mir die Menschen einfach zu sehr am Herzen? Aber meiner Erfahrung nach sind es gerade Diejenigen, die entweder zu spät zum Sitting kommen oder denen ich über den normalen Zeitrahmen hinaus meine private Zeit gewidmet habe, die solche Aussagen in den Bewertungen machen.

Und so war es, um beim Beispiel des anfangs erwähnten Wissenschaftlers zu bleiben: Es durfte einfach nicht sein, was offensichtlich war.

Obwohl er in der Sitzung sehr berührt war, war es nur „ein wenig tröstlich“. Ich glaube, dass die Angst vor dem Tod und Danach einfach zu groß waren, um erkennen zu können, dass es weitergeht.

Quintessenz meiner Erfahrungen

Nein, einen Skeptiker kann man nicht überzeugen. So, schade, wenn diese Menschen anderen, die diese Termine tatsächlich zur Trauerbewältigung so dringend benötigen, den Platz rauben. Es ist so schade, wenn wir Zeit mit sinnlosen Recherchen vergeuden.

Ja, wir dürfen weinen. Wir dürfen trauern, wütend, skeptisch und ungeduldig sein, weil wir Menschen in der Dualität sind.

Und trotzdem…. gibt es das Leben im Hier und Jetzt.

Wir sollten dieses Leben mit Liebe, Schönheit und Freude füllen, um unser göttliches Ich wieder mehr fühlen zu dürfen.

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