Gestatten, ich bin Holly, der Hilfssheltie in der Praxis in Dortmund

16. Januar 2021 0 Von Bettina
Gestatten, dass ist unsere Holly.
Seit Dezember bereichert eine kleine Shetland Sheep Dog (Sheltie) Dame unser Leben.

Die kleine Holly befindet sich jetzt noch in der Ausbildung zum Praxishund. Ich nutze den Lockdown, um sie auf ihre Aufgabe als kleine Seelentrösterin und Kuschelfreundin vorzubereiten. Sie wird ab sofort bei den meisten meiner Termine – meist eher im Hintergrund agierend – tätig sein. Holly ist eine sehr clevere, freundliche und allem Neuen aufgeschlossene kleine Hündin. In meiner Praxis wird sie die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen (oder wenn ein(e) Klient(in) mit Hundeangst oder Tierphobie kommt). Es sollen sich ja schließlich Alle – Mensch und Tier – wohlfühlen.

Warum ein Tier in einer Praxis?

Holly lernt jetzt erst einmal die Praxis ohne Klienten kennen und gewöhnt sich im “Zweitzuhause” ein.

Nun, diese Frage kann man sehr einfach beantworten. Tiere sind sehr intuitiv. Ich habe ja in meiner Praxis in der Hauptsache Menschen, die tief in Trauer sind. Ihnen tut es meist gut, dass sie ihre Gefühle von Verlust, Trauer, Vermissen, Sehnsucht Liebe in Form von Umarmungen und Körperkontakt ausdrücken können. Natürlich stehe ich in Zeiten außerhalb von Corona dafür immer gerne zur Verfügung. Einen anderen Menschen zu umarmen, fällt Vielen schwer. Deshalb ist es bei einem Tier meist einfacher, weil sie die Gefühle des Klienten fühlen und ihnen durch ihre Nähe vermitteln: “Ich verstehe Dich!”

Tiere werden uns als tierische Engel in schwierigen Zeiten geschickt

Von Seele zu Seele – tierische Engel

Die natürlichste Form der Kommunikation funktioniert von Seele zu Seele in telepathischer Form. Sehr kleine Kinder und Tiere nutzen diese nonverbale Form des Austausches automatisch. Wer kennt das nicht, wie tröstend und kraftspendend es ist, wenn man ein Kind oder Tier auf dem Schoß oder im Arm hat? Mir haben meine Kinder als sie klein waren, so viel Trost und neue Energie gespendet, wenn ich mich traurig oder schwach gefühlt habe. Genauso haben mir meine Katzen in den tiefsten Zeiten der Trauer Zuversicht und Hoffnung allein durch ihre Liebe und ihr Schnurren gespendet.

Queen Holly – Herrscherin über ihr Reich von sieben Birmakatzen, zwei Menschen und ihren geliebten Garten

Ein Tier in der Praxis – ein Fall für den Tierschutz?

Nein, mitnichten. Holly ist unsere kleine Queen. Ich würde niemals etwas tun, was ihr schaden würde. Da ich nicht jeden Tag in der Praxis bin, beschränkt sich ihre “Arbeit” auf ein paar Tage im Monat. Ihre Bedürfnisse werden zu jedem Zeitpunkt berücksichtigt. Gassi gehen, Futter, Wasser und Rückzugsmöglichkeiten inklusive.

Zeit für einen ausgedehnten Waldspaziergang findet
sich immer in der Waldstadt Iserlohn

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