Wenn einer eine Reise macht, dann erlebt er viel….

hyacinth-777005_1280 Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich die Erlebnisse meines Wochenendes veröffentlichen soll. Aber ich denke, dass es auch auf den spirituellen Weg gehört, wenn man Klarheit für sich erlangt und Andere daran teilhaben lässt.

Die größten Herausforderungen eines spirituellen Lebens sind  der offene Umgang mit unserer Gabe und das Leben, das wir dadurch führen.  Ich lehne es ab, mich zu verstecken oder nicht zu mir zu stehen. Lange genug fiel es mir sehr schwer zu akzeptieren wer ich bin,  offen zu mir als Medium und spiritueller Mensch zu stehen. Das bedeutet aber nicht, dass ich nun herum renne und Jedem meine Glaubenssätze aufdrücke. Eher im Gegenteil empfinde ich es als sehr unangenehm, wenn ich Menschen damit einfach platt konfrontiere.

Im Gegenteil denke ich, dass es wichtig ist, auch Andersdenkenden  gegenüber respektvoll und tolerant zu sein. Nicht jeder steht dem Gedanken eines Jenseits und der Arbeit eines Mediums positiv gegenüber. Das ist natürlich absolut in Ordnung und jeder Mensch darf seinen Glauben haben.

In all den vielen Jahren, in denen ich nun bereits als Medium arbeite, ist es mir allerdings bisher noch nie passiert, dass ich so offen für meine spirituelle Lebenseinstellung von einem anderen Menschen abgekanzelt und degradiert wurde.  Eine Hotelangestellte  unterstellte meiner jungen Kollegin und mir Sachverhalte, die so unhaltbar und unwahr waren, dass ich fassungslos war und ich bin sehr stolz, dass ich dennoch ruhig und reflektiert blieb.

Man wolle meine „Machenschaften“ der Polizei melden. Ich sagte ihr freundlich, dass sie das gerne tun könne. (Innerlich grinsend, da ich ja in einigen Fällen eben genau mit dieser zusammengearbeitet hatte.)Meine Bekannten, Freunde und Sitter, mit denen ich mich in Hamburg in der Lobby verabredet hatte, wurden bespitzelt, ausgefragt, in welchem Verhältnis wir stehen würden, etc.

Wir seien „Gewerbetreibende“…. ah ja, in einem Bahnhofsbezirk hat so ein Ausdruck natürlich noch eine andere Bedeutung. Meinen Erklärungen wurde offensichtlich kein Glauben geschenkt. Besonders peinlich war das unhöfliche und besonders aggressive Verhalten mir gegenüber bei dem auch Bekannte aus Hamburg anwesend waren.

Letzten Endes wurde ich gezwungen einen Besprechungsraum im 80er Jahre Chic  von ca. 50 qm für ein Gespräch mit 2 Personen zu nutzen, der alt, muffig und schmuddelig wirkte. Für dieses „Ambiente“ durfte ich für eine Nutzung von 2 Stunden 175 Euro zahlen! Ich fühlte mich schikaniert.

Keinesfalls ein schöner Rahmen für ein Sitting mit Müttern, Vätern und Geschwistern, die ein Kind bzw. Geschwister verloren hatten. Man saugte dann ausgerechnet vor diesem Raum, obwohl die ganze Lobby noch voller Blätter war.  Nach Aussage der besagten Hotelangestellten sei es  wohl besonders schmuddelig vor dem Besprechungszimmer gewesen. Nun, ich möchte das nicht weiter kommentieren.

In der Rückschau sehe ich woman-425106_1280
es als Aufgabe in Geduld mich nicht auf die Ebene dieser jungen Dame ziehen zu lassen, die offensichtlich noch viel zu lernen hat hinsichtlich Toleranz und Respekt und wohl außer Acht ließ, dass ich ein zahlender Hotelgast.  Da ich als spiritueller Mensch nicht missioniere und Anderen meinen Glauben aufdrücke, habe ich auch hier nur kurz erwähnt, dass wir Trauerarbeit leisten und das wir keinesfalls als „Missionare“ in das Hotel gekommen waren, um Hotelgäste zu belästigen.

 

Ich habe der jungen Dame immer wieder ruhig sagen müssen, dass sie sich bitte in ihrem Ton und stop-482702_1280ihren Unterstellungen zu mäßigen habe. Sie sprach beim Verlassen des Hotels ein Hausverbot aus und drohte mir damit die Polizei einzuschalten für meine „Machenschaften“ und natürlich würde ich in keinem Hotel in Deutschland mehr unterkommen. Dafür würde sie sorgen. Das nötigte mir allenfalls ein müdes Lächeln und ein innerliches Aufseufzen ob des aggressiven Tones ab. Kommentiert habe ich die Aussagen nicht mehr. Dieses Hotel hätte ich sowieso nicht mehr gebucht…. 4 Sterne hat dieses Hotel jedenfalls nicht verdient. Bei diesem Verhalten Gästen gegenüber ist schon ein Stern zu viel. Für mich eine Lernaufgabe in Geduld, Toleranz und sich zurücknehmen, aber dennoch friedlich und in meiner Mitte zu bleiben. Ruhig zu bleiben, wenn mein Gegenüber beleidigend und anmaßend wird.  Aber ich bin überzeugt von dem, was ich tue und sehe keine Notwendigkeit mich erklären oder rechtfertigen zu müssen. Früher wäre die Diva in mir zutage getreten, heute kann ich sehr ruhig und reflektiert bleiben. Ich bin tatsächlich etwas stolz auf mich, weil ich die Situation so für mich meistern konnte.


5 thoughts on “Wenn einer eine Reise macht, dann erlebt er viel….”

  1. „Wer lächelt, statt zu toben, ist immer der Stärkere.“ jap.Sprichwort

    Klasse gehandelt, liebe Bettina. Hast es nicht persönlich genommen und die Aggression bei der Dame gelassen. Es als Lernaufgabe gesehen und Dich in Geduld geübt. Nur schade für Deine Sitter, dass der Staubsauger gestört hat.
    …………und die Hotel-Dame ist für ihre eigenen Handlungen verantwortlich……………

    Herzlichen Gruß
    Elke

  2. Liebe Bettina, ich habe dich am letzten Samstag zum 1. Mal im besagten Hotel kennengelernt und muss sagen das auch ich entsetzt war, wie man dich behandelt hat u.a. durch Blicke und Getuschel. Gerade als Hotelangestellte sollte man sich soweit professionell im Griff haben…bei was auch immer! Ich habe mich jedenfalls sehr herzlich und angenommen von dir gefühlt. Danke dafür! Übrigens, die Pinke Schleife sind die pinken Boxhandschuhe meiner Tochter, die genau auf der linken Seite in ihrem Zimmer hängen, wie du gesagt hast. Lieben Dank für alles und liebe Grüße an Felix. Petra

    1. Liebe Petra,

      ja, das war leider sehr, sehr unangenehm und es tat mir besonders für Dich leid, weil bei unserem Gespräch noch gesaugt wurde und ich hätte mir für Carina ein schöneres Ambiente gewünscht, aber sie ging sehr cool damit um.

      Vielen Dank für die Bestätigung! Wir Medien lechzen nach solchen Bestätigungen!!!!! Danke!!!! Das werde ich Felix gerne ausrichten. Ich hoffe, ich kann ihn jetzt noch vor meiner Reise nach Passau sehen. Aber seitdem er im Kindergarten ist und Mama wieder arbeitet, ist es etwas schwierig, weil „Tante Tina ja am Wochenende immer weg ist“.

      Ganz, ganz liebe Grüße und fühl Dich ganz lieb umarmt!!!!

      Bettina

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Bettina-Suvi Rode /03.2016