Achtsam mit der Achtsamkeit

In unserer heutigen Zeit werden unser mentalen Fähigkeiten so gefordert wie niemals zuvor. In anderen Jahrhunderten standen die körperlichen Herausforderungen an den Körper im Vordergrund, während wir heute kaum mit den permanenten Veränderungen in Job und Alltag Schritt halten können. Immer neue Technolgien, die wir einsetzen lernen müssen, fordern unseren Intellekt. Es ist eine laute, hektische Zeit, in der althergebrachte Werte bestenfalls durch neue unserer Zeit angepasst ersetzt werden.

Stress und die Folgen

Stress, der eigentlich unseren Körper kurzfristig zu Höchstleistungen befähigen soll, artet in krankmachenden Dauerstress aus. Wer denkt schon bei Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindel oder Schlafstörungen daran, dass die permanente Überforderung unseres alltäglichen Lebens die Ursache ist? Wir befinden uns in einem Hamsterrad, das in einem unterschwellig oder ganz offenen Gefühl der Überforderung resultiert und auf Dauer krank machend ist. Müdigkeit, Unlust und Energiemangel in der Freizeit sind häufige ernstzunehmende Anzeichen von Überforderung.

Eigentlich sind Stesshormone wie das Adrenalin etwas, was unser Überleben in früheren Zeiten gesichert hat, weil es unseren Körper kurzfristig in Alarmbereitschaft versetzt hat. Der Mensch konnte mit diesem erweiterten Bewusstsein und der Konzentration auf die Bedrohung entweder durch Flucht oder Angriff reagieren. Atemfrequenz, Puls und Blutdruck steigen und das Adrenalin bewirkt eine Höchstleistung, die in Prüfungs- und Wettkampfsituationen heute auch noch kurzfristig positiv sein können.

Wenn aber die Alarmbereitschaft, die unser Gehirn aufgrund der mit den Sinnesorganen erfassten Signale, in Dauerstress mutiert, dann macht das ernsthaft krank. Bluthochdruck und Herzinfarkt, Schlaganfall sowie vegetative Störungen des Nervensystems, die z. B. zu Magen-Darmproblemen führen können („Mir ist etwas auf den Magen geschlagen“), Schwindel oder eine Infektanfälligkeit können körperliche Symptome von Dauerstress sein.  Das Gefühl der Überforderung und die Angst dem Leben nicht mehr gerecht werden zu können, können in eine Depression münden.

Wie kann man dem Hamsterrad permanenter Überforderung entkommen?

Es muss nach Zeiten der Anspannung genügend Zeit für Entspannung gefunden werden. Zeigen sich die Folgen von Dauerstress schon in den Anzeichen eines beginnenden Burn Outs, dann ist es wichtig, Ruhe ins Leben hinein zu bringen. Entschleunigen. Zeit für das eigene Ich nehmen – ohne schlechtes Gewissen. Die Welt am Arbeitsplatz dreht sich auch weiter, wenn man pünktlich geht oder mal nicht erreichbar ist.  Niemand ist am Arbeitsplatz unersetzlich, auch wenn man sich so fühlt. Man ist ein Rädchen im großen Getriebe des Arbeitsalltags.

Achtsamkeit und des Leben im Hier und Jetzt

Es hört sich so einfach an, wenn gesagt wird: „Lebe im Hier und Jetzt“. Dabei ist es eine der schwierigsten  Übungen überhaupt, wenn man ganz bei dem ist, was man tut. In dem man sich ganz dem hingibt, was man tut. Es sollten keinerlei andere Gedanken aufkommen. Man konzentriert sich nur auf das Tun in diesem  Moment. Darin liegt der bewusste Umgang mit dem Leben, der befreit und glücklich macht. Denn indem wir uns nur auf den Moment fokussieren, kann unser Körper zur Ruhe kommen.

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