Reise unterm Himmelszelt

 

 

 

 

 

 

Der Nachthimmel über mir. Eine Autobahn, die schnurgerade vor mir verläuft, außer mir nur noch wenige Autos, die an diesem Samstagabend über die A45 Frankfurt-Oberhausen huschen. Lampen, die aufleuchten und wieder gehen. Wie Sterne, die einmal kurz für mich aufleuchten und dann wieder verlöschen. Ich höre Rumis‘ Love Poems intoniert von Depak Chopra und erfreue mich an den wundervollen Texten:

„I no longer know the difference between image and reality
Like the shadow, I am and I am not“
Wie Rumi, sinniere ich, ergeht es mir sehr oft in meinen Botschaften. Ich erkenne oft den Unterschied zwischen Bild und Realität nicht mehr und bin der Schatten, der „ist“ und auch wiederum „nicht ist“…. Neben mir der klare Sternenhimmel. Ich öffne das Panoramadach und schaue nun in den klaren Winterhimmel, während mein Auto weiter seinen Weg Nachhause findet.
Wie Seifenblasen tauchen meine Erinnerungen des Wochenendes im Nachthimmel auf. Die Trauer um all die Menschen, denen ich mich in den
vergangenen zwei Tagen widmen durfte, trifft mich wie eine gewaltige Welle, meine Tränen fließen. Endlich. Nicht für die Seelen der anderen Seite der Existenz, sondern für die Menschen in der irdischen Realität, deren Herzen und Seelen Trauer in sich tragen. Ich höre, wie Ananda, meine Heilerin, sanft in mein Ohr flüstert: „Lass die Trauer los, werde heil. Alles ist eine Illusion. Das Leben auf der Erde ist nur so kurz. Die Antwort auf all‘ Deine Fragen ist die Erkenntnis von dem Erreichen bedingungsloser Liebe. Lass es los, werde heil.“ In diesem Moment sehe ich eine Sternschnuppe, die vom Himmel fällt.
Ich durfte dieses Wochenende wieder wundervolle Menschen treffen, die bereit waren, ihre Herzen und Seelen zu öffnen. Manchmal würde ich mir wünschen, dass sie während eines medialen Abends weniger zweifelnd und mutiger wären.
„Sie haben mit Zahlen zu tun. Sie sind sehr logisch.“  Antwort: „Nein.“ Ich frage den Herrn auf der anderen Seite und bitte ihn um eine Bestätigung. Er sagt, „Frag ihn nach seinem Beruf.“ Ich frage den Herrn im Diesseits, was er beruflich macht. Er antwortet: „Ich habe Mathematik studiert.“  Ich muss lächeln. Eigentlich wollte er keine Botschaft und war etwas perplex. Ich danke dem Herrn auf der anderen Seite und sage ihm, dass ich die Grenze leider nicht übertreten darf, weil die irdischen  Seelen für eine tiefe Botschaft vor vielen anderen Menschen manchmal nicht bereit sind. Ich sehe einen Vater, dessen Sohn im Publikum sitzt und dem ich gerne noch mehr gesagt hätte. Sein Vater legt den Finger an die Lippen und sagt: „Psst! Du bekommst noch die Gelegenheit. Für heute reicht es. Ich kenne meinen Sohn besser als jeder Andere.“
Die Teilnehmer sehen mich manchmal, während ich den Raum „sortiere“ mit geschlossenen Augen und ich denke so leise bei mir: „Wenn Ihr sehen könntet, dass hier 300 bis 400 Seelen warten, die nicht gerade leise sind und mich mit Informationen befeuern, dann würdet Ihr besser verstehen, warum ich meine Hauptpräsenz in diesen Momenten in den astralen Raum zu den Seelen bewege, um mit meinem Geistführer, dem Lehrer, die Seelen in Gruppen einzuteilen und ihnen geordnet Möglichkeit gebe mit mir in Kontakt zu treten. Ich gebe zu, dass ich Babies, Kindern, Jugendlichen und Tieren eine Möglichkeit gebe sich vorzumogeln. Sorry. Ich habe so ein „Mama-Gen“.  Aber beim nächsten Mal möchte ich, dass man mich nicht wie einen Wellsittich mit Knieproblemen hüpfen lässt…denn es gab einen grünen Wellensittich, dessen Knieprobleme ich übernahm…was alle Anwesenden wohl lustig fanden.
Ein junger Mann, der gut nach Parfum duftend auftaucht und  freut sich über meine Augen Mama und Schwester zu sehen. Ein weiterer macht es mir schwerer. Er mag es nicht vor allen Menschen zu sprechen  und ich bitte seine Mama und Tante um ein Vier-Auge-Gespräch nach dem medialen Abend. Es ist ihm wichtig. Aber nicht, wenn Alle in Spirit und auf der Erde ihn sehen, spüren oder seine Botschaft hören können. Ein namenloses Ungeborenes bittet um seinen Namen und ein anderes Baby, das kurz vor oder während der Geburt gestorben ist, erklärt seinem Bruder, wie nahe sie sich sind und das es abgesprochen war, dass er als Geistführer seines lebenden Bruders fungiert. Ein besonderer Junge, der mit seinem großen Bruder und seiner wunderschönen Oma, in den Raum kommt, bezaubert alle Anwesenden wie auch mich. Denise, ein Mädchen, das mir sehr am Herzen liegt, sieht ihre Mama im  und zeigt stolz ihre schönsten Partyschuhe in Silber, die natürlich hoch sind. Sie steht den ganzen Abend neben mir und hilft mir bei der Durchführung des medialen Abends zusammen mit meinem Spirit Team.  Eine wirklich konkrete und mich zufriedenstellende Botschaft bekomme ich von ihr an diesem Abend ungewöhnlicherweise nicht. Später am Abend als ich schon im Bett liege und den Abend noch einmal Revue passieren lasse, taucht sie wieder auf und ich frage sie: „Sag mal, Denise, so kenne ich Dich gar nicht. Warum hattest Du für Deine Mama keine richtige Botschaft so wie sonst?“  Sie schaut mich an und ich sehe in ihren Augen Tränen glitzern, „Mein Todestag ist ja bald, wie meine Mama Dir ja erzählt hat. Sie sah so traurig aus. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil es mir so gut hier geht und ich glücklich bin. Es soll ihr doch auch gut gehen. Mir tut sie so leid und ich habe sie doch am Liebsten von allen Seelen.“
Vielen Dank auch allen Sittern für ihr Vertrauen und die wunderschönen Momente!
Ein, zwei lustige Highlights muss ich allerdings noch erzählen;
ich sah die Mutter einer Dame als Indianerin verkleidet und sah sie ausgelassen mit anderen Frauen tanzen, die aber keine Indianerinnen waren und war ziemlich irritiert. War ich in einem der Vorleben der Mutter oder der Tochter? War es ein Symbol? Die Tochter, die vor mir saß, hatte in der Vergangenheit gesundheitliche Probleme gehabt. Wollte sie vielleicht Heilung schicken oder auf die bei der Tochter vorliegenden Heilerfähigkeiten hinweisen? Hatte ich doch schon getan. Ich stand sozusagen „auf dem Schlauch“….die Tochter lachte und die Lösung war so einfach: „Mein Mutter liebt den Karneval.“
Und ein  Ehemann in Spirit, der wegen seinen Zierfischen im Teich und Aquarium schimpfte, die seine Frau nicht mehr hatte. Ich weiß nicht, wie das Donnerwetter ausgefallen wäre, wenn nicht seine Tochter seine geliebte Aquariumarbeit fortführen würde!

One thought on “Reise unterm Himmelszelt”

  1. Oh je… ich dachte im jenseits stehen die Menschen mehr über den Dingen….da interessiert der Goldfischteich nicht mehr so
    Respekt vor deiner Arbeit…mit so einen großen Angebot an Infos umzugehen, sicher auch nicht so einfach. Dir Zeit zum Relaxen…..und auch für dich alles Liebe.

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Bettina-Suvi Rode /03.2016