Trancemedium

Es gibt viele unterschiedlich tiefe und weniger tiefe Tranceformen, die man erlernen kann. Man kann diese auch mit hypnotischen Zuständen und einem sehr tiefen Entspannungszustand vergleichen.

Wenn man von der im landläufigen Sinne gemeinten Trance eines Trancemediums spricht, dann handelt es sich um die Tieftrance, in die das Medium wechseln kann und bei der das eigene Bewusstsein soz. „auf Wanderschaft“ geht. Das Medium sitzt ruhig mit entspannten Gesichtszügen da und lässt sein Bewusstsein immer weiter wegdriften von diesem Körper und dem Leben auf der Erde.  Ein Teil der eigenen Seele löst sich vom Körper. Es wird alles, was um das Medium herum passiert, nur noch sehr vage wahrnehmen können. Puls und Herzschlag verlangsamen sich. Wenn das Medium auch mit physikalischer Trance arbeitet (die Form stelle ich noch später im nächsten Artikel vor), dann werden Temperaturveränderungen rum um das Medium herum fühlbar. Wärme oder Kältephänomene. Lichtphänomene oder Klopfgeräusche sind normale Erscheinungen und entstehen aus der Energie des Mediums. Wenn diese Erscheinungen auftreten, wird das Medium auf dem Weg heraus aus seinem eigenen Körper sein. Es begibt sich meist an einen ihm bekannten Ort, das es bereits kennengelernt hat und erlebt dort eine eigene Realität losgelöst von seinem Körper. Die Geistige Welt hebt das Energielevel des Mediums an, damit es tatsächlich an diesen Ort kommen kann und beginnt nun schrittweise dem Körper und dem Energiefeld des Mediums näher zu kommen, um es zu überschatten und dann den Platz im Bewusstsein einnehmen zu können. Da das Energiefeld des Mediums stark erweitert ist, wird jede Annäherung, die das Energiefeld streift, auf einer unbewussten Ebene aufgenommen und kann sogar schmerzhaft für das Medium sein. Es versteht sich von selbst, dass Medien diese sehr intensiven Trancezustände nur in einem sehr geschützten Raum zulassen.

Sobald der Trancezustand eine entsprechende Intensität und Tiefe erreicht hat, kann der frei gewordene Platz im Bewusstseins durch die Seele eines anderen Wesens ausgefüllt werden. Hierbei werden die Impulse der Geistigen Welt wellenförmig an das Medium übertragen. Je besser und tiefer die Trance ist, umso konstanter ist die Verbindung und umso besser kann übernommen werden. Ist der Zustand nicht tief genug, dann fühlt man sich hin und her gerissen.  Meist handelt es sich hierbei um Geistführer und Lehrer, die mit dem Medium arbeiten und mit Hilfe von Sprache, Botschaften übermitteln. Aber genauso gut, gibt es Medien, die als Malmedien arbeiten und wo Geistführer, Lehrer, Schutzengel, etc. sich mittels Bildern oder sogar Portraits von Verstorbenen zu Wort und Bild melden. Einige Medien, die im normalen Leben kein Instrument spielen, können in der Tieftrance Musikinstrumente mit wahrer Meisterschaft zum Klingen bringen. Andere Medien wiederum besitzen in der Tieftrance die Fähigkeit in fremden Sprachen und fremden Stimmen zu sprechen.

Die Trance ist eine der faszinierendsten Varianten der Medialität, aber leider auch eine der am Meisten missbrauchten. Das gibt den Trance channelings oft einen faden Beigeschmack. Nicht alles, was als Channeling bezeichnet wird, ist tatsächlich auch ein Gespräch mit spirituellen Lehrern und Führern, obwohl die Channelnden davon fest überzeugt sind. Das, was aus ihnen spricht, ist ihr höheres Selbst und das kann wunderbar inspiriend sein, weil es unsere Anbindung an die Seelenheimat ist. Es gibt tatsächlich nur sehr wenige Medien, die  diese Tiefe in ihrem meditativen Zustand erreichen können, um eine Minuten oder sogar Stunden andauernde Botschaft jenseits ihres eigenen Bewusstseins ermöglichen zu können. Aber auch die über das Höhere Selbst gechannelten Botschaften sind Botschaften von Spirit, weil die Lehrer und Geistführer des Mediums immer wieder kleinere Wortpassagen einstreuen können, wenn das Bewusstsein nach oben oder unten schwankt.

copyright: B.Rode /05.14

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