Licht und Schatten – Gedanken

Licht und Schatten – Gedanken

9. Juni 2019 Aus Von Bettina

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Die ganze Vielfalt der ganze Reiz und die Schönheit des Lebens ‘
besteht
aus Schatten und aus Licht.

~ L. Tolstoi

Es ist unbestritten, dass wir als unendliche Wesen aus Licht bestehen. Wir tragen den Widerschein der Unendlichkeit in uns. Der Abstieg in ein irdisches Leben gibt der reinen, lichtvollen Seelenenergie die Möglichkeit Schatten zu werfen und sich in der Dualität zu spiegeln. Die eine Seele mehr lichtvoll, die andere weniger lichtvoll.

Ich darf in meiner medialen Arbeit mit so vielen Menschen in Grenzsituationen des Lebens zusammenkommen. Es sind diese Grenzerfahrungen, die uns manchmal an den Rand des Erträglichen bringen. Die Frage ist, wie viel kann eine Seele aushalten, ehe sie in viele kleine Splitter zerbricht? – Das Gute ist, wenn man diese Splitter aufhebt und den Spiegel unserer Seele neu konstruiert, dann entsteht eine ganz eigene Seelenmelodie, anders als vorher.

Wie viele Menschen lächeln und wenn man sie ganz genau betrachtet, dann sieht man die Schatten. Die Schatten der Trauer, des Verlustes und des Schmerzes. Es sind die feinen Linien um den Mund, die Augen und ihr wissender Ausdruck, die zeigen, dass dieser Mensch die Splitter mutig aufgehoben hat und begonnen hat ein neues Leben zu beginnen.

Wer selbst in der Tiefe den Schmerz gespürt hat, lässt sich nicht von einem Lächeln  oder humorvollen Worten narren, sondern spürt den latenten Schmerz hinter der Positivität. Aber auch das gehört zu unserem irdischen Plan als Seele.

Es sind diese leidvollen Erfahrungen, die uns Mut, Gelassenheit und Liebe lehren können, wenn wir den Pfad von Wut, Trauer und Depression verlassen. Ein neues Kapitel darf aufgeschlagen werden und ja, Glück, wenn es sich zeigt, mit beiden Händen festzuhalten, ist keine Frage, sondern ein Muß, um weiterzuleben.

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Es sind die Schatten, die wir  zu werfen beginnen, die dazu gehören, wenn wir wahrhaft leben, in dem wir den Mainstream verlassen. Es ist der tiefere Sinn des Lebens, der gesucht wird, wenn die Grenzen des Erträglichen erreicht werden. Banale Gespräche und oberflächliches Geplänkel sind kaum auszuhalten, wenn dieser Bewusstseinszustand erreicht wird. Das macht es nicht gerade einfach für die Menschen im Umfeld.

Es geht heraus aus der Komfortzone. Man springt mit beiden Beinen ins Leben hinein. Lebensumstände ändern sich, die Freunde dann meist auch. Verluste auf allen Seiten. Sprachlosigkeit, wenn das Sprechen gerade so wichtig wäre. Es sind einsame Wege. Es gehört zum Atem des Lebens, das wir uns in den verschiedensten Inkarnationen mit allen Aspekten der Dualität auseinandersetzen dürfen.

Prüfungen kommen so lange wir atmen und darüber hinaus. Je mehr in den Leben gelernt wurde, umso mehr kann die Aufgabe sich vervollkommnen.

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Wir werden immer wieder auch traurig, unglücklich und verzweifelt sein, aber es gibt dann den Weg zurück zur Freude und zum Licht. Man nennt das Resilienz, wenn die Seele  weiter und weiter und weiter auf dem Kurs bleibt. Ja, zu einem vollkommenen Leben gehören Licht und Schatten zusammen, weil wir nicht in der Dualität leben würden, wenn wir nur das eine oder das andere kennen lernen dürften.

Annehmen und mutig vorangehen ist die Maxime. Aufgeben ist keine.

Wir würden mit leeren Händen heimkehren in unsere Seelenheimat, wenn wir nicht auch die Schatten kennengelernt hätten.

 

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