Götter, Dämonen und Vulkane – Palmblattreading auf Bali

Einer meiner großen Lebensträume war es schon immer nach Bali reisen zu können. Geografisch war ich schon einige Male in der Nähe, aber nie hatte ein Besuch dieser faszinierenden Insel geklappt.

Bali gehört zum Staat Indonesien und liegt im indischen Ozean. Die Nähe zu Australien bemerkt man vor allem am Tourismus. Viele Australier nutzen Bali als Urlaubsziel. Melbourne ist beispielsweise nur ca. 4 Flugstunden von Denpasar, dem Flughafen auf Bali, entfernt. Im Gegensatz zu dem übrigen Indonesien sind 96% der Balinesen Hindus.  Atemberaubende tropische Landschaften,   einzigartige Tier- und Pflanzenwelten und immer gut gelaunte, freundliche Menschen, die Jedem ein Lächeln entlocken, der auf sie trifft, machen einen besonderen Zauber aus. Schlechte Laune oder Muffeligkeit sind hier Fehlanzeige und man begegnet der Spiritualität an jedem noch so kleinen Eckchen Balis. Mich hat der respekt- und friedvolle Umgang der Menschen untereinander sehr beeindruckt.

Als ich am Morgen des zweiten Tages auf Bali aufwachte, bekam ich zu hören, dass ich mich „aufmachen solle, um ein Palmblattreading machen zu lassen“.  Eigentlich war mein Plan: Urlaub, ein bisschen Kultur in Form von Tempel, Land und Leute kennenzulernen, aber vor allem am Strand zu liegen und zu lesen. Die Seele baumeln zu lassen. Vor allem, konnte ich mir unter einem Palmblattreading nichts vorstellen. Ich kannte das nur aus Indien oder z. B. Sri Lanka. Also, begab ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit. Meine Lehrer in Spirit irren sich ja nie und es musste so etwas also auch auf Bali geben.

Durch eine Internetrecherche stieß ich auf Paul Schaffron, der seit vielen Jahren auf Bali lebt und Reisen organisiert. Er vermittelt  Palmblattlesungen u.a. bei dem Pendanda (Brahmanen) Ngemjung, bei dem er mir einen Termin vermitteln konnte. Wie gut Spirit organisiert ist, kann man daran erkennen, dass Termine beim Brahmanen normalerweise erst nach mehrwöchiger Wartezeit zustande kommen, in meinem Fall jedoch überraschend für uns Alle kurzfristig innerhalb von zwei Tagen möglich war. Dieser Neumondtag war von den Brahmanen als besonderes Datum für Bestattungen und Hochzeiten, aber auch Dorffeste ausgerechnet worden. Auf dem Weg zum Brahmanendorf sahen wir zwei Bestattungszeremonien, aber auch eine Prozession zu einer Hochzeit. Dank Paul durfte ich viele interessante Insiderinformationen über Land und Leute erfahren. Die Balinesen sind davon überzeugt, dass die Medizin der Pflanzen sie heilen kann und dass es für jede Erkrankung das richtige Medikament in ihrem Garten gibt. Viele Erkrankungen finden tatsächlich durch die sanfte Pflanzenmedizin Heilung, wo wir in Europa noch hinterher hinken. Ich habe mir auch Medizin mitgebracht und stelle fest, wie toll diese hier auf meinen Organismus einwirkt.

Der Banyan Baum, den man hierzulande als „Ficus Benjamiini“ kennt, ist auf Bali ein „heiliger Baum“.  Man sieht diese gewaltigen Bäume mit ihren wirklich unfassbar großen Luft- und Erdwurzeln ganz beeindruckend stehen.  Es ist kaum vorstellbar, dass es sich hierbei um den bei uns als Zimmerpflanze vor sich hin mickernde Ficus und diesem Baum um ein und dieselbe Pflanzenart gehen soll.

 

 

Eine besondere Freude aber war der Besuch im Schmetterlingsparadies, den wir mit Paul machen durften. Der größte Schmetterling hat ein Spannweite von ca. 50 cm. Er wird nur 48 Stunden alt und man fragt sich, was sich Mutter Natur in seiner Existenz gedacht hat, weil er weder Mund noch Saugrüssel hat. Er verhungert und verdurstet sozusagen kurz nach seiner Geburt.

 

 

Für wen ist eine Palmblattlesung geeignet?

Palmblattbibliotheken sind für Diejenigen geeignet, die nach dem Sinn oder der Bestimmung im Leben suchen und nicht wissen, wer sie eigentlich sind. Die Balinesen gehen zum Brahmanen, wenn sie wichtige Dinge in ihrem Leben planen wie z. B. eine Hochzeit oder eine Bestattung. Es ist für sie eine ganz normale Entscheidungshilfe. Aber die Brahmanen helfen ihnen auch ganz praktische Situationen zu klären wie geschäftliche Entscheidungen zu treffen oder einen neuen Lebensweg zu finden.

Mein absolutes Highlight war aber der Besuch beim Brahmanen und mein Palmblattreading.

Was sind die Palmblattbibliotheken eigentlich?

Gemäß der Aussagen der Palmblattlese  wurden die Palmblattbibliotheken vor ca. 7000 Jahren erschaffen, um das Schicksal für Menschen in gewissen Zeiten besser gestalten zu können. Man kann dem Karma nicht entgehen, aber mit den richtigen Informationen und dem daraus resultierenden Verhalten günstiger gestalten und so die Folgen ändern.

Hierbei handelt es sich um mein Palmblatt.

„Rishis“ nannte man die mythischen Weisen der uralten indischen Legenden. Sie verfügten über die Fähigkeit, die Inhalte des unendlichen kosmischen Bewusstseins zu nutzen und den Menschen damit eine wertvolle Hilfestellung für ihren Lebensweg zu bieten. Die Menschen versanken jedoch immer tiefer in der materiellen Welt. Sie vergaßen die Ratschläge und Taten der Rishis. Schließlich betrachteten sie schließlich sogar als ihre Feinde. Deshalb zogen sich die Rishis vor langer Zeit in die reinen Länder Shambhala und Agartha zurück, zu denen gewöhnlichen Sterblichen der Zugang verwehrt ist.

Bevor die Rishis aber diese irdische Welt verließen, hinterließen sie uns und allen zukünftigen Generationen ihre Aufzeichnungen auf Palmblättern, um jene Menschen, die nach der Wahrheit und dem rechten Weg suchen, zu begleiten und ihnen zu einem glücklicheren und erfüllteren Leben verhelfen zu können.

Die lineare Zeit, in der wir Menschen hier und heute zu leben glauben, ist in Wahrheit nur eine Illusion. In der „absoluten Realität“ des Universums existiert „alles“ – unabhängig davon, ob wir es „Vergangenheit“, „Gegenwart“ oder „Zukunft“ nennen – immer im Moment des ewigen „Jetzt“. Deshalb geschieht auch alles „Jetzt“, und jede Information ist demzufolge aus dem kosmischen Bewusstsein oder auch „Akasha“ genannt  aus auch jederzeit abrufbar.

Spezielle Palmblattlesungen auf Bali mit Pawukon Kalender und Rejekizahlen

Auch auf Bali gibt es Palmblattlesungen, weil die Bewohner Hindus sind und ursprünglich  diese aus Indien mitgebracht haben.

Aber auf Bali ist es doch noch etwas spezieller. Dort hat man das Reading von den Palmblättern mit dem uralten balinesischen Pawukon Kalender gekoppelt. Der Pawukon Kalender hat wie der Maya Kalender oder auch der indische Saka Kalender(Mondkalender) immer 210 Tage. Dann ist ein Jahr beendet. Während der Maya, Saka oder auch andere Kalender astronomisch oder astrologisch ausgerichtet sind, ist der Pawukon mehr ein ‚landwirtschaftlicher” Kalender. Aber das triffst es auch nicht so richtig. Dieser Kalender ist einmalig auf der Welt und besteht aus unterschiedlichen Systemen und Zähltagen,- wochen,-monaten. Durch dieses System können die Brahmanen Informationen abrufen zu einer Person. Ein etwas sehr kompliziertes Gebilde, aber es funktioniert sehr exakt in Verbindung mit den Palmblättern.

Der Pawukon Kalender

Der Pawukon-Kalender hat 1,2,3,5,7,9 Tagewochen. Die Monate werden in einem 30 Tagessystem x7 =210 Tage und 35 Tagesystem x 6 =210 Tage gerechnet. Hinzu kommen 30  Siebentagewochen aus denen der Brahmane genau bestimmen kann, welche Informationen zu wem passen. Interessanterweise landet man bei allen Systemen auf 210 Tage. Diese Systeme legt der Brahmane “übereinander” zum Informationsabruf. Ein Konstrukt , das in dieser Form einmalig ist auf der Welt. Wenn man die Primzahlen multipliziert kommt man auch auf 210 Tage. Wer auch immer das erfunden hat. Die grundsätzliche Frage bei allen ist natürlich: Wie kann man Informationen aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erhalten? Es werden unterschiedliche Systeme benutzt: Palmblätter, Pawukon Kalender, Wahrsager, Astrologie und der Schamane bzw. Medizinmann. Alle können scheinbar auf verschiedenste Wege einen “Informationsspeicher” anzapfen.

Die Rejeki Lebenszahlen

Im Rejeki wird das Leben anhand von Zahlen in „sechs‘ Jahresabschnitten wiedergegeben. Das Rejeki endet in dem Jahr, in dem der Brahmane keine weiteren Informationen mehr erhält und kann soz. als „Ende“ der irdischen Existenz gesehen werden.

Die Zahlen gehen von 0-9. Während die Zahlen 8 und 9 sehr selten bis gar nicht in einem Reading auftauchen, nennen die Balinesen die Zahl 7 ‚göttlich‘ , alles gelingt.

0= Stagnation,

1= Weiterkommen auf niedrigem Niveau, Veränderungen im Leben, Krankheiten.

2,3= gutes Weiterkommen, alles läuft recht normal,

4,5=sehr gutes Weiterkommen, die meisten Dinge laufen sehr gut,

6 bzw. 7= alles läuft hervorragend und was immer man anpackt, gelingt auch.

Damit sind folgende Dinge im Leben gemeint: Familie, Partnerschaft, Kinder, Finanzen, Krankheiten, Lebensaufgaben, Beruf oder auch Berufung, etc. Es geht in einem Leben meistens um die subtilen, kleinen Aufgaben, die sich jeder vorgenommen hat, in diesem Leben zu erledigen bzw. auch mit in dieses Leben aus vorherigen Leben mitgebracht hat.

Die Palmblattlesung endet dann meist mit einer Vorschau auf zukünftige Leben.

Eine Palmblattlesung dauert ca. eine Stunde und wird aufgezeichnet. Wer sich für eine Palmblattlesung interessiert, kann Kontakt zu Paul Schaffron entweder auf Facebook oder per Mail info@bali-indo-adventure.com, Website: www.bali-indo-adventure.com oder per WhatsApp: +62-821 47839998 aufnehmen.

Die Palmblattlesungen werden auch für Menschen gemacht, die nicht persönlich anwesend sind. Der Brahmane braucht lediglich Namen, Geburtsort, -Datum und -Uhrzeit, um das Palmblatt zu finden. Es gibt allerdings nicht für alle Menschen ein Palmblatt!

Die Palmblattlesung war für mich eine sehr persönliche und wichtige Erfahrung. Ich habe die Teile, die allgemeinerer Natur sind aus der Sitzung herausgeschnitten und per Youtube zur Verfügung gestellt.

Nun zur Bedeutung der einzelnen Komponenten der Palmblattlesung, die ich jetzt – erst einmal – für mich herausgefunden habe:

DEWA AYU ist  das genealogische Zeichen dafür, dass man einen weiblichen Nachkommen einer früheren Raja-Familie darstellt, der der Herrscher- und auch Priesterfamilie abstammt.
Der im Palmblatt Reading angesprochene heilige Banyan Baum repräsentiert die Trimurti – die drei Götter Brahma,  Vishnu und Shiva, die mit  der kosmischen Erschaffung, Erhaltung und  Zerstörung verbunden sind. Er wird oft für die metaphysische Beschreibung in den alten vedischen Schriften des Sanskrit herangezogen. Er ist außerdem ein Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit. Er wird nicht geschnitten.
Die Lebenszahl 108 hat eine spirituelle Bedeutung und muss nicht unbedingt dem tatsächlichen Lebensalter entsprechen: Im Hinduismus, Buddhismus und anderen asiatischen Religionen ist 108 eine heilige Zahl:
Eine Mala besteht in der Regel aus 108 Perlen zur Wiederholung eines Mantras.
Hinduistische Gottheiten haben 108 Namen. Die Rezitation der 108 Namen begleitet vom Abzählen der 108 Mala-Perlen gilt als heilige Handlung und wird oft in religiösen Zeremonien durchgeführt.
Shiva tanzt als Nataraja seinen kosmischen Tanz mit 108 verschiedenen Tanzschritten.
In der hinduistischen Astrologie gibt es 12 Rashis (Tierkreiszeichen) und 9 Planeten (Navagraha) – 12 × 9 = 108. Es gibt außerdem 27 Sterngruppen (Nakshatra), die jeweils in 4 Pada (Viertel) unterteilt sind –
27 ⋅ 4 = 108 {\displaystyle 27\cdot 4=108}
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Der Eklingji-Tempelkomplex, ein Hindu-Tempel in Udaipur, Rajasthan, West-Indien, enthält in seinen hohen Mauern 108 einzelne Tempel.
Im Buddhismus in Tibet gibt es 108 Störgefühle.
Die Lankavatara-Sutra weist mehrfach auf die 108 Stufen hin.[1]
Im Khmer-Tempel von Angkor Wat gibt es zahlreiche Hinweise auf 108. Diese Zahl spielt eine signifikante Rolle in der Symbolkraft der gesamten Anlage.
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Bettina-Suvi Rode /03.2016