Die persönliche Glücksformel finden

„Glück ist ein Entschluss“.   René Descartes, franz. Philosoph (1596 – 1650)

Viele Menschen sind auf der Suche nach dem Glück. Der Weg ist steinig, weil er über das „Ich“ geht.

Zuhören, Mitgefühl,  Demut und Empathie sind wichtige Bausteine des Glücks.  Menschen und Situationen mit einem offenen Herzen zu begegnen und selbst die größten Herausforderungen positiv annehmen, sind weitere Zutaten. Die Peilung im Leben nicht zu verlieren und immer den Fokus auf das Positive zu richten, sind wohl die größten Herausforderungen im Leben eines spirituellen Menschen.

Jeder darf es für sich selbst finden,,, den Weg zum kleinen Glück!

Immer Ärger mit dem Ego und warum das Eigeninteresse durchaus positiv ist

Egoismus ist absolut eine erforderliche Eigenschaft, wenn wir hier auf der Erde bestehen wollen. Denn eigentlich bedeutet „Ego“ auf griechisch und lateinisch „Ich“. Der Egoismus ist also „Eigeninteresse“ und „Eigennutz“, was durchaus altruistische Züge aufweist. Es passt ganz gut zum Bibelzitat aus dem Markus Evangelium: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“  Also, durchaus etwas, was gar nicht so verkehrt ist.  Sich selbst anzunehmen, wie man ist, und sich nicht zum Spielball der Wünsche anderer Menschen zu machen, fällt gerade spirituellen Menschen schwer. Selbstliebe und -Akzeptanz jedoch ausleben ist gar nicht so einfach, weil man sich nur zu gerne vermeintlich durch die Augen anderer erblickt. Dem Anderen wird eine Sichtweise unterstellt, die wir aufgrund von unseren eigenen Ängsten oder gemachten Erfahrungen vermuten. Diese Mutmaßungen und Verdrehungen von Tatsachen sind oft die Wurzel allen Übels.

Manche verwechseln aber Rücksichtslosigkeit, Raffgier, Ich-Sucht  und die Zentrierung um ihre eigene Person mit der Rückbesinnung auf die Person, die wir mit all unseren unterschiedlichen gutenund schlechten Eigenschaften von Natur aus sind. In ihnen tobt und wütet ein kleines inneres Kind, das gesehen und gehört werden will. Es fordert immer wieder von Anderen Aufmerksamkeit ein, weil es gesehen und gehört werden will. Deshalb muss es sich im Guten und im Bösen produzieren.

Damit wir das Glück in unser Leben hinein ziehen können, gibt es nur eine Chance: die positiven Eigenschaften der Persönlichkeit erkennen und  hervorheben. Kleine  „Schwachstellen“ und Macken liebevoll annehmen und versuchen Dinge, die in der Vergangenheit nicht gut gelaufen sind, beim nächsten Mal anders anzugehen. Versuche auch die Lehre in den negativen Situationen zu erkennen.

Sobald man die Gesellschaft nur als Mittel für den Egoismus braucht, muss alles schief und schlecht werden.
(Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher  (1768 – 1834), ev. Theologe)

In unserer Gesellschaft verwenden wir den Begriff „Egoismus“ oder „Ego“  oft missverständlich für die krankhafte Selbstsucht, deren Ausdruck „Egomanie“ eigentlich korrekter gewählt ist. Egomanen sehen sich stets im Mittelpunkt allen Handelns und Geschehens. Sie sehen denken und handeln in  Situationen ichbezogen, wobei sie ihre Meinung als die einzig richtige Wahrheit darstellen und benutzen ihr Umfeld als Theaterbühne ihrer krankhaften Selbstbezogenheit.

Was siehst du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? – Bibelzitat aus Lukas 6:4

Diese ach so heiligen Menschen stellen sich über Andere und suhlen sich in den negativen Meldungen. Sie geben zu Allem ihren Senf hinzu, weil es die Welt doch interessiert, wie schlimm an ihnen gehandelt wurde. Diese Miesmacher und ewig vom Pech Verfolgten ziehen Negativität förmlich an. Sie schreien förmlich nach Chaos.  Es ist doch dann kein Wunder, dass sie hinter Allem Boshaftigkeit und Dämonen sehen. Es sind ihre Eigenkreationen und darin sind sie überaus kreativ.  Es fällt ihnen sehr leicht die Schwachstellen Anderer zu verurteilen. Opfer des eigenen Lebens zu sein, dem Andere immer nur Böses wollen, lässt tief auf die Seele blicken. Wen wundert es, wenn dann diese negativen Denkstrukturen Negatives in die Leben dieser Menschen und ihr Umfeld hineinziehen? – Es geht doch ums Lernen! Sie erhalten immer wieder die Möglichkeit, um über den eigenen Tellerrand zu schauen, umzukehren und anstelle des Mangels die Fülle zu erkennen.Neid, Misstrauen und negative Eigenschaften im Vordergrund allen Seins zu sehen, Aber gleich und gleich gesellt sich gerne! Und so werden Menschen ähnlicher Denkstrukturen voneinander angezogen, die dann gemeinsam an ihren Lebensthemen arbeiten dürfen.

Jeder Gedanke, jedes Gefühl und jeder Wunsch wird vom kosmischen  Bewusstsein gehört und gespeichert. Da es auf dieser Ebene keine Negativität gibt, wird der Mangel als solcher nicht erkannt, sondern als weiterer „Wunsch“ gespeichert und irgendwann umgesetzt.

Wer sich selber hasst, den haben wir zu fürchten, denn wir werden die Opfer seines Grolls und seiner Rache sein.  Sehen wir also zu, wie wir ihn zur Liebe zu sich selber verführen.
(Friedrich Nietzsche)

Ein spiritueller Mensch sollte nach der Schönheit und der Herzensmelodie in den Seelen der Menschen suchen und nicht nach den negativen Aspekten Ausschau halten, um darauf herum zu stampfen. Das kann aber nur gelingen, wenn wir rein im Herzen sind und uns aus der eigene Opferrolle befreit haben. Wir leben mit unserem ersten Atemzug im irdischen karmischen Sein des Ungleichgewichtes. Es ist so unendlich wichtig, dass man Menschen und ihren Abgründen mit Liebe begegnet. Dennoch ist die Abgrenzung auch wichtiger Bestandteil. Bringt man sich auf einer Lebensbühne ein, dann wird man nur zu schnell den eigenen Glücksweg verlassen, um an Themen zu arbeiten, die man übernommen hat Das ist sehr mühsam. Besser ist es, wenn man den Anderen in Liebe gehen lässt und keine weitere Gedanken- und Gefühlsenergie vergeudet. Das Leben ist zu kostbar und zu schade, um es mit Unwichtigem zu vergeuden.

Natürlich leben wir nicht Tag für Tag in einer Welt der Harmonie und des Friedens. Aber das gehört zu unserem irdischen System dazu, dass wir in einer Welt des Guten und des Bösen leben. Wir haben jedoch die Wahl, ob wir den Weg des Glücks wählen und damit auch das Glück in kleinen Dingen sehen können.

Dankbar sein für das Leben, das man führen darf – lausche dem Gesang der unendlichen Melodie der Seelen

Ich bin dankbar für jeden Moment, den ich hier auf der Erde erleben darf. Nicht alle sind voller Harmonie und Freude, aber ich akzeptiere dies als natürlichen Fluß des irdischen Lebens. Da erst die Auseinandersetzung  eigener Dramen und Traumata zu innerem Frieden transformieren kann.

Es sollte uns bewusst sein, wie gut es uns geht und wir sollten dem  Demut zollen und uns nicht in Nichtigkeiten verlieren. Vielleicht vergeuden wir wichtige Lebensenergie, die wir einmal für weitaus wichtigere Zeiten benötigen?

Wir leben in einer sehr privilegierten Wohlstandsgesellschaft, in der wir ständig über irgendetwas oder irgendwen jammern und meckern, das  oder den wir nicht ändern können. Es ist unsere innere Einstellung und Haltung, weil diese Haltung der Negativität unser Bewusstsein nach und nach vergiftet.  Je mehr eine innere Hinwendung zu den eigenen Themen stattfindet, umso mehr können Schuldzuweisungen und die Opferhaltung verschwinden. In jeder  Seele singt das Lied der Unendlichkeit und der Schönheit unserer Seelenheimat. – Sind wir nicht alle Eins in dieser Unendlichkeit?

Wer in seinem Inneren ausgeglichen und glücklich ist, erfreut sich an den wirklich elementaren Dingen des Lebens. Manchmal kann ein Moment der Ruhe und des einfachen Seins soviel Klarheit bringen.

Die Ansprüche reduzieren sich, wenn die innere Einkehr einziehen lässt. Wenn ich aus meinem Glücksgefühl schöpfen kann und  mit mir im Reinen bin, dann kann ich das Flüstern meiner Seele hören. Ich kann  den Anderen ohne Wertung in seiner Welt belassen. Es ist seine Realität und nicht meine.

Glück erschaffen wir nur in unserer eigenen Realität und durch unsere eigenen Gedanken

In diesem Sinne, wünsche ich allen Lesern, dass sie ihre  Gedanken weg von Negativem und sich  dafür lieber in Richtung des Glückskurses bewegen!

 

 

 

 


One thought on “Die persönliche Glücksformel finden”

Kommentar verfassen

Bettina-Suvi Rode /03.2016