Thoughts of love and grief on a special day

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There are those days when my soul aches and time stands still. Unbelievably I moved forward in time and emotion. Who am I? Will I ever be whole until we meet again? I was Walking my path of life alone for a long time through the sunny ups and the rock hard downs. From time to time human angels crossed my way and saved my life when I needed it most. One day I understood the masterplan and your last words under the sky full of stars when the light shone behind you. I promised to be bravehearted and walk through this life. You promised to be around me whenever I needed you. We both kept our promises. Although I wasn’t too happy to come back into life, I saw that there were so many things still to do for me on this earth plane. Knowing you being proud of me, encourages me to overcome any obstacles, finding love, peace, happiness and harmony in my earthly life most days. Forgive on the others, I still miss and mourn my losses. Not only missing you, but so many beloved souls who passed over to your side of existence. Like today – on this Special day…. but a promise is a promise.

You have send me those angels in my life, I am so proud to call „friends“. This kind of soul friends I am so happy to have in my life. This friendship is rare and precious. A jewel of light has come into my life. Thank you for sending them to me completing my earthly life and giving me the feeling of being loved and understood without any boundaries or expectations  – as you did. Unconditional love being endless through space and time. Do I really deserve this? I feel blessed and gifted. No single unicorn searching for others anymore.

One day I will return forever to the stars, the sky and the light and not being a time limited spirit visitor with an earthy body. We will see the rainbow of emotions, pearls of a lifetime, I made while you guided me from above through this life. We will laugh and cry knowing never to be separated again. I promise to do my very best so that there will be more laughs and positive vibrations than in the past. I still learn to live without you and all the other wonderful souls I dearly miss. Never will I forget the pain when you left me. This memory encourages me to help the souls on both sides of existence to get into contact and comfort the  pain of the grieving earthly souls. I know how they feel – alone and disconnected from the light.

There are those Special days I miss you most and think how you would be today. I miss your laugh, your funny thoughts, your soft hands and you embracing me when I am feeling down. But now there are those soul friends sensing how I feel on those special days who make me smile and feeling loved showing me —- I am not alone anymore!

Thank you, soul friends for being part in this time of my life and helping me to feel whole again on most days!

Goldene Wege finden

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Wir lernen in unserer Kindheit wie wir auf Andere wirken. Ganz oft verlieren wir uns in dem Bildnis, das Andere – Eltern, Geschwister, Lehrer und Freunde – von uns erschaffen. Wir erkennen gar nicht, wer wir  wirklich sind, weil unser Eigenbild durch die Brille Andere erschaffen wurde.

Wer bin ich eigentlich? Bin ich so, wie Andere mich sehen wollen oder bin ich mein Gefühl?

Erst als ich auf meinen spirituellen Weg begann zu tanzen und mich mit Leichtigkeit zu bewegen, erkannte ich, wie sehr der Filter von Außen noch auf mir lag. Selbst heute ertappe ich mich dabei, dass ich diese Filter gerne mal wieder benutze, um mich zu be- und damit leider auch zu verurteilen. Dennoch finde ich viel leichter wieder in meine Balance zurück. Vor allem habe ich aufgehört mich durch die Brille anderer Menschen zu sehen. Dabei geholfen hat mir u.a. auch James van Praagh. Er sagte mir in Zürich, dass es für meine mediale Entwicklung wichtig sei, meiner Intuition und meinem Solarplexus zu vertrauen. Er sagte mir zweimal „Was Andere von Dir halten, ist nicht Deine Sache“. Erst nach und nach erkannte ich die Wahrheit in diesen Worten, die mir von einer guten Freundin schon lange vorher immer wieder vorgebetet worden waren. Die Zeit war nun reif für diese Erkenntnis!

Leider ist dieser Weg so von persönlichen Einsichten und Befindlichkeiten geprägt, dass es oft erst in uns „klick“ machen muss, ehe wir es schaffen aus diesen Konstrukten hinaus zu wachsen. Die Entscheidung, wann wir alte Glaubensätze und -muster loslassen, liegt ganz bei uns. Es ist ja letztendlich auch ein Gerüst, das uns während unseres Lebens begleitet hat und irgendwie eine scheinbare Sicherheit gegeben hat. Daraus auszusteigen, ist schwierig und ganz oft scheuen wir uns die Wahrheit zu erkennen.

Jeder geht anders mit den Außenfiltern um

Zum Glück sind wir Menschen alle ganz unterschiedlich, weil wir nur dadurch voneinander Mitgefühl, Liebe, Selbstrespekt und das Überwinden von persönlichen Themen  lernen können. Viele Menschen gehen in die Selbstkritik und nehmen das, was Andere über sie in Gedanken und Worten vermeintlich vermitteln als Wahrheit an. Nicht immer stimmen über die Mutmaßungen, die wir über Mimik und Wort richtig. Wir interpretieren gerne unsere eigenen Gefühle in die Worte Anderer. Als spirituelle Lehrerin erlebe ich das ganz häufig, dass die Wahrnehmung der Schüler sich sehr von dem unterscheidet, was ich ausdrücke. Sie sind in ihren eigenen Themen und projizieren so ihren persönlich gesetzten Filter, den sie von Lebenslehrern, zu denen ich übrigens auch Eltern, Partner, Kinder und Geschwister zähle, auf mich und meine Worte.

Wie wir nun damit umgehen ist ganz unterschiedlich. Der Eine spricht offen aus, was gefühlt wird. Das ist der bessere Weg, weil so Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden können. Der Andere spricht lieber hinter dem Rücken des Betreffenden seine Befindlichkeiten mit Wut und Traurigkeit aus und zeigt nach Außen ein strahlendes Gesicht. Wieder Andere ziehen sich in sich Selbst zurück, um nur ja nicht anzuecken. Das sind typische Muster, die wir im Laufe des Lebens erlernt haben. Wenn dann Reaktionen kommen, die wir nicht erwartet hätten oder verstehen können, dann startet dieser Prozess neu. Ich denke, dass es ganz wichtig ist, objektiv in einer Situation zu bleiben.

„Im Traum läuft man manchmal und sucht. Man muss unbedingt jemanden finden. Und man hat es so eilig. Es gilt das Leben. Man läuft voller Angst dahin, sucht immer angstvoller, man findet aber nie, den man sucht. Alles ist vergeblich.“  – Astrid Lindgren aus „Ferien auf Saltkrokan“

Unausgesprochene Ängste und Gefühle, die uns in unserem Menschsein reduzieren, sind auch der Grund, warum wir nicht unser volles Potenzial ausleben. Das ist die Arbeit, die wir an unserer Seele leisten müssen, damit wir freien „Speicher“ in unserem Energiesystem haben. Je länger wir an unseren Ängsten und negativen Meinungen über uns selbst festhalten, umso länger dauert die Suche nach uns selbst und umso weniger kann uns von unseren Team in Spirit geholfen werden. Wir sind so beschäftigt mit der Suche nach uns selbst, dass wir uns nicht finden können und so ein erfülltes Leben verpassen.

Situationen meistern im Umgang mit Anderen

Erst einmal, mir ist zutiefst bewusst, dass es meine Verantwortung ist, was ich empfinde und welche Reaktionen bei mir ausgelöst werden. Ich sehe bei den Menschen die reine Seele und die Verletzungen, die sie  im Laufe dieses Lebens, aber auch in vorherigen Leben durchlitten hat. Allein die Motivationen sind für mich oft nicht schlüssig, warum Jemand so agiert wie er es tut.

Mir hilft es immer sehr, wenn ich die Dinge von Außen betrachte. Ich versuche den Anderen in seinen Reaktionen zu verstehen und deshalb frage ich, sowohl die Person selbst wie auch andere Personen im Umfeld. Mir ist es wichtig, dass ich hinter die Fassade schauen kann. Damit meine ich meine eigene, aber die auch des Beteiligten. Dadurch kann ich für mich herausfiltern, warum mich diese Situation persönlich anspricht. Ich möchte weitere Verletzungen dieser Seelen gerne vermeiden, aber manchmal ist das nicht möglich. Es geht ja auch darum, dass wir Grenzen setzen müssen, wo sie für uns erforderlich sind. 

„Jetzt hast Du mich aber beleidigt“

Meine Tochter hatte für sich ein gutes Werkzeug gefunden, um ihre Verletzlichkeit zu zeigen, die ich immer als sehr wahrheitsliebend und schön empfand. Wenn sie eine emotionale Verletzung erlitten hatte, dann sagte sie ganz empört: „Jetzt hast Du mich aber beleidigt!“ Leider haben Schule, Pubertät und Umfeld dafür gesorgt, dass diese Ehrlichkeit verschwand.

So niedlich, wie sie das mit vier und fünf Jahren ausdrücken konnte, blieb es aber leider nicht, weil man hinterher viele ihrer Reaktionen nicht mehr verstehen konnte, weil sie ihre Gefühle nicht mehr offen aussprach. So, geht es den allermeisten Menschen. Wir bemerken oft gar nicht, wenn persönliche Grenzen übertreten werden, weil wir nicht offen zueinander sind und auch nicht sein können, weil auch Offenheit verletzend sein kann.

Verlass die Theaterbühne des Dramas Deines Lebens und kehre zu Dir zurück

„Wenn Pippi Langstrumpf jemals eine Funktion gehabt hat, außer zu unterhalten, dann war es die, zu zeigen, dass man Macht haben kann und sie nicht missbraucht. Und das ist wohl das Schwerste, was es im Leben gibt.“  – Astrid Lindgren

Eine Heldin meiner Kinder- und Jugendtage ist Pippi Langstrumpf, die sich ihre Welt so gemacht hat, wie sie ihr gefiel. Das ist ein durchaus gültiges Prinzip. Wir sind die Erbauer unseres Lebens. Wir bestimmen über Erfüllung oder Erfolg in unserem Leben. In dem wir uns auf Theaterbühnen zerren lassen, die gar nicht die unseren sind, erschaffen wir neue Realitäten, die auch wiederum nicht unsere sind. Wir machen die Dramen von anderen Geistern nur zu unserem eigenen Esprit im Leben.

Auch hier ist der Umgang mit den Grenzerfahrungen hinsichtlich unseres eigenen emotionalen Konstruktes eher schwierig und wird von dem Bild bestimmt, dass Jemand sich von uns machen möchte. Egal, was wir sagen oder tun, es wird die Situation nur verschlimmern und nicht verbessern. Deshalb ist es das Beste, wenn man die Theaterbühne der Verletzungen und persönlichen Dramen verlässt, ehe zu viel Porzellan zerschlagen wurde. Manche brauchen dieses zerschlagene Porzellan, um nicht hinschauen zu müssen. Leider ist die Spur des zerschlagenen Porzellans in ihrem Leben lang.

Wenn man  erkannt hat, welche Lebenslektion hinter dieser Situation tiefgründig steckt, kann man beginnen dem eigenen ramponierten Selbst Heilung zukommen zu lassen. Manchmal gehen wir durch Erfahrungen hindurch, um Dinge zu verändern, weil sie nun anders gesehen werden können.

Wir können einen Anderen nicht verändern, nur unsere Sichtweise und uns selbst!

 

Schmetterlingsflüstern mit den Sternenkindern

Einmal im Jahr haben wir einen besonderen Tag mit den Liebsten von Schmetterlingskindern.  Das sind große, kleine und kleinste Kinder, die geliebt und vermisst werden… wie z. B. Bernd, der im Jahr 1987 gestorben ist. Er hat einem anderen Menschen das Leben gerettet und ist dann selbst dabei ums Leben gekommen und David, der gerade mal seit fünf Wochen auf der anderen Seite ist. Die Trauer ist wie ein Ozean … unendlich….und Zeit spielt keine Rolle, wenn man ein geliebtes Wesen vermisst.

Warum hält gerade ein Medium so ein Seminar ab?

Ein Medium ist ein Mensch, der sich auch mit dem Thema Trauer und Tod auseinandersetzt bzw. sich immer wieder damit auseinandersetzt, wie jeder andere Trauerbegleiter auch. Wir nehmen den professionellen Therapeuten nichts, wir unterstützen bestenfalls und lassen dann Diejenigen, die professionale Seelenarbeit, auch Seelsorge genannt, dann weitermachen, weil sie da einen anderen Ansatz haben als wir. Wir sind die „Botschafter“ der Seelen auf der anderen Seite, aber nicht die der Lebenden. Es gibt hier weder besser noch schlechter. Wenn etwas hilft und gut tut, auch wenn es außerhalb der üblichen Konventionen ist, dann ist es doch eigentlich egal, was hilft, Hauptsache, dass es hilft.

Ein Medium kann den Kindern eine Stimme geben. Klären kann, wo Klärung erforderlich ist. Erinnerungen der Kinder an dieses Leben oder auch die Lebenssituationen hervor zaubern kann, die schon lange nicht mehr in der Gefühlswelt vorhanden sind, aber wichtig, um gewisse Dinge zu verstehen. Wir können versuchen die große Frage nach dem „Warum“ zumindest ansatzweise zu erklären. Den Familien kleine Gewohnheiten und Besonderheiten des Menschen, der nun auf der anderen Seite einen „multifunktionalen Seelenkörper“ hat (Danke an Kai, der diesen Ausdruck geprägt hat, weil er sich zuerst auf der Erde und dann später im Himmel mit der Erforschung von Bewusstsein beschäftigt). Es gibt etwas, was den irdischen Menschen hilft, weiterzuleben: „Meinem Kind, Bruder, Schwester, Freund, Cousin, und wie auch immer die Verbindung hier ist bzw. war, geht es im Himmel gut. Es geht weiter. Wir existieren weiter, wenn unser irdischer Körper versagt. Wir sind umgeben von Menschen, Tieren und befinden uns an einem schönen Ort, der unserer Erde gar nicht so unähnlich ist.“

Ein Lächeln ins Gesicht zaubern und bei allem Schmerz mit Anderen auf einer Ebene sprechen können, die Jeder kennengelernt hat, der das „Horn“ des traurigen Einhorns trägt. Das tut gut. Ängste offen aussprechen können und nicht hinter dem Berg halten müssen, tut auch gut. Auch Ängste, die nicht offen ausgesprochen werden und die dennoch von den Anwesenden verstanden werden. Man ist nicht mehr allein und viele der ausgesprochen, aber auch unausgesprochenen Gefühle fallen ab. Man lernt neue Menschen kennen und meist nur für diesen einen Tag, da Alle aus unterschiedlichen Richtungen sternförmig aus dem In- und Ausland zu diesem Tag gekommen sind und dennoch haben sie einen Platz im Herzen. Wir Alle dürfen an diesem Tag eins sein. Das ist es, was so einen Sternenkindertag besonders macht.

 

Mein besonderer Dank geht an Evelyn und Saskia Garski, die uns ganz besondere Geschenke liebevoll gefertigt haben. Schmetterlinge, die wir energetisiert haben und die Trost spenden, auch wenn wir schon wieder in alle Winde verstreut in unseren Alltag zurückgekehrt sind. Kleine Tüten mit Sternkerzen, liebevollen Kärtchen mit inspirierten, wundervollen Botschaften und Süßigkeiten, die von dem Einen oder Anderen genascht wurden. Trostkissen, die man in den Arm nehmen konnte, haben auch sehr gut getan. Danke an Andrea Höfer für die wunderschönen inspirierten Texte und die Unterstützung vor und hinter den Kulissen. Danke auch an Monika aus der 4. Ausbildungsgruppe, die uns professionell unterstützt hat, gerade und vor Allem, weil sie „vom Fach“ ist. Mein Dank gebührt aber auch den Mastern Petra, die selbst zweifache Sternenmama ist, und Kristin,vierfache Sternenmama, die als Grenzgängerinnen zwischen Diesseits und Jenseits für mich zu wertvollen Soulsistern geworden sind.

Danke auch an die Sternenmama Doris, die uns Sternchen, Kerzen und liebevoll dekorierte Taschentücher zur Verfügung gestellt hat. Und ein ganz besonders liebes Dankeschön geht an Annemarie Mühlauer, die uns aus Österreich aus ihrer empfehlenswerten Kerzenmanufaktur für besondere Anlässe www.annemariemuellauer.at

Ich bin unendlich dankbar, dass ich diese wundervollen Menschen an meiner Seite haben darf!

Und abschließend hoffe ich, dass es für alle ein „rosenroter Tag“ war, in dem Trauerozean, um mal mit den Worten der von mir über alles geliebten Freundin aus Kinder- und Jugendtagen zu sprechen:

 „Manchmal ist es so, als ob das Leben einen seiner Tage herausgriffe und sagte: Dir will ich alles schenken! Du sollst solch ein rosenroter Tag werden, der im Gedächtnis leuchtet, wenn alle anderen vergessen sind.“ (Astrid Lindgren)

Hier nun einige Impressionen des Tages (wer von den Teilnehmern gerne das Gruppenfoto hätte, meldet sich bitte persönlich bei mir, da ich dies aus Gründen der Privatsphäre hier nicht reinsetzen möchte):

 

Danke für mehr als 45.000 Klicks!

„Wie schön muss es erst im Himmel sein, wenn er von außen schon so schön aussieht!“   – Astrid Lindgren

Wow! Ich bin total geflasht! Es haben bisher mehr als 45.000 Menschen sich mein Video angeschaut. Das sind Dimensionen, wie ich sie nicht für möglich gehalten hätte. Danke auch für die vielen tollen Kommentare und auch die immer neuen Inspirationen, die aus diesem Video resultieren.

Dunkle Energien – wer hat Angst vorm dunklen Mann?

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Ein archaisches Gefühl ist die Angst. In grauer Vorzeit war besonders die Dunkelheit gefährlich für uns. Sie bewahrt uns zu sorglos und unvorsichtig zu sein.

Der Psychoanalytiker Eriksen unterscheidet 8 Stufen der psychosozialen Entwicklung. Jede der acht Stufen stellt eine Krise dar, mit der sich der Mensch in unterschiedlichen Altersstufen aktiv auseinandersetzt. Die Stufenfolge ist für Erikson unumkehrbar. Die erfolgreiche Bewältigung einer Entwicklungsstufe liegt in der Klärung des Konflikts auf dem positiv ausgeprägten Pol. Die vorangegangenen Phasen bilden somit das Fundament für die kommenden Phasen, und angesammelte Erfahrungen werden verwendet, um die Krisen der höheren Lebensalter zu verarbeiten. Dabei wird ein Konflikt nie vollständig gelöst, sondern bleibt ein Leben lang aktuell, war aber auch schon vor dem jeweiligen Stadium als Problematik vorhanden. Für die Entwicklung ist es notwendig, dass er auf einer bestimmten Stufe ausreichend bearbeitet wird, damit man die nächste Stufe erfolgreich bewältigen kann.

1: Ur-Vertrauen vs. Ur-Misstrauen (1. Lebensjahr)
2: Autonomie vs. Scham und Zweifel (2. bis 3. Lebensjahr)
3: Initiative vs. Schuldgefühl (4. bis 6. Lebensjahr)
4: Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl (6. Lebensjahr bis Pubertät)

  • 5: Ich-Identität vs. Ich-Identitätsdiffusion (Jugendalter)
  • 6: Intimität und Solidarität vs. Isolation (frühes Erwachsenenalter)
  • 7: Generativität vs. Stagnation und Selbstabsorption (Erwachsenenalter)
  • 8: Ich-Integrität vs. Verzweiflung (reifes Erwachsenenalter)

Wir sehen bereits in der frühkindlichen Phase kann es zu Angstphänomenen kommen, weil wir nicht gelernt haben, Vertrauen aufzubauen und dies kann unser ganzes Leben belasten. Bereits im Mutterleib nehmen Kinder die Gefühle ihrer Mütter in sich auf und so werden gewisse Ängste soz. in die Wiege gelegt. Schaffen wir es nicht diese Glaubenssätze loszulassen, schleppen wir diese mit uns herum.

Genauso ist es auch mit der Wahrnehmung von negativen Energien. Für die Meisten wird per se Dunkelheit  mit Negativität assoziiert. Wir lassen uns von den ängstlichen Erfahrungen und Glaubenssätzen aus der Familie und Umwelt leiten. Nicht zuletzt prägen uns Erzählungen, aber auch religiöse Bilder von Tod, Verdammnis, Hölle, dunklen Mächten, bösen Geistern und Dämonen bis hin zu Satan, die bei dem Einen den wohligen Gruselschauer hervorruft und bei Anderen aber auch die Ängste schürt. Angst kreiert neue Angst, die sich in Dreidimensionalität darstellen kann, d. h. wir nehmen vermeintlich dunkle Schattenmänner und schlechte Energien um uns herum wahr, die uns mal die Luft abschnüren, Gänsehaut verursachen und/oder Panikattacken verursachen, die uns vermeintlich wehrlos machen. Dann beginnen seltsame Phänomene wie Klopfgeräusch, Knacken in den Dielen, Schatten, die über Wände huschen und Kälteempfindungen, welche unsere Angstphobien noch weiter schüren und bis das Gefühl von Ausgeliefertsein und Macht uns vor Angst erstarren lässt. Es gibt durchaus Menschen, die sich darin wohlfühlen und ihre Wichtigkeit vor Anderen demonstrieren, in dem sie in Andeutungen oder ganz massiven Erzählungen in Klabautermannmanier diese Angstfantasien noch weiter pimpen.

Was ist nun Wahrheit und was ist Einbildung?

Nun, die gute Nachricht zuerst: es gibt keine bösen Geister! Das, was wir wahrnehmen, sind Eigenkreationen unseres durchaus sehr aktiven Unterbewusstseins, dass durch unsere Ängste gefüttert wird. Was ja eigentlich schon eine Leistung ist, dass wir tatsächlich Klopf- und Poltergeistphänomene selbst erschaffen können, wird von den Akteuren nicht gerne gehört. Viel cooler wäre doch eine Entität oder zumindest ein Fluch, der zeigt, wie hochsensitiv man ist – und vor allem – wie wichtig. Wir schwanken in den acht Lebenskrisen unseren psychosozialen Energie und unerledigten bzw. nicht ausreichend bearbeiteten Themen hin und her. Je mehr an den eigenen Themen gearbeitet wird, umso mehr wird erkannt, dass diese nicht aufgelösten Grundkrisen der Ursprung dieser Phänomene sein kann und umso weniger werden diese Phänomene auftauchen. Sich den eigenen Schatten zu stellen ist schwieriger, als Andere dafür verantwortlich zu machen.

Die Erinnerungsmatrix eines Ortes oder Gegenstandes kann auch (Spuk-)Phänomene hervorrufen

Alles, womit wir in Kontakt kommen, wird mit unserer Energie soz. „kontaminiert“ oder auch „aufgeladen“, je nachdem, ob wir in diesen Momenten gut oder weniger gut drauf waren.

Man kann sich vorstellen, wie viel ein Haus an negativen Energien absorbiert, wenn dort Generationen von streitenden und/oder unglücklichen Menschen leben. Die Wände der Räume tragen die „Signatur“ unserer Emotionen. Natürlich wird ein Sensitiver diese negativen Schwingungen wahrnehmen. Das kann durchaus sein, dass dann auch Personen gesehen werden, die denen entsprechen, die dort gelebt haben. Der Unterschied zu einem „echten“ Geistwesen ist, dass es sich um eine Erinnerung handelt und diese Personen nicht interagieren. Sie machen einfach ihr Ding.

Ich habe selbst viel mit solchen Häusern zu tun gehabt. Das Elternhaus meiner finnischen Oma ist so ein Haus, in dem man Personen ein- und ausgehen sieht. Sie stehen an Fenstern und schauen raus. Für mich ist das immer ein Nachhause kommen, weil es die Generationen vor mir zeigt. Es sind schlicht und ergreifend Erinnerungen. Da Niemand Angst hat, verselbständigt sich die Energie dort nicht. Es ist für mich tröstlich zu sehen, wie sehr wir in unseren Gegenständen und Häusern weiterleben.

Böse Geister finden, das ist mir noch nicht gelungen

Ich bin ja durchaus ein forschender Geist und bin immer daran interessiert mich weiterzuentwickeln, zu lernen und meine Grenzen zu überschreiten als Grenzgängerin zwischen Dies- und Jenseits. 

Ich bin schon so oft eingeladen worden mir Spukphänomene anzuschauen oder „böse“ Geister zu entdecken, die sich oft als Erinnerungen herausgestellt haben. Einen Fall möchte ich kurz beschreiben. Ich wurde in ein Haus eingeladen, in dem es spuken sollte. Ein Mann, der mit einem Messer die Familie nächtens bedrohte, sollte dort sein Unwesen treiben. Am Ende des Hauses grenzte dann auch noch ein Friedhof an. Für mich sind Friedhöfe wunderbare Erinnerungsgärten und Möglichkeiten der inneren Einkehr, aber definitiv nicht mit Grusel behaftet. Ich gehe oft auch in Dunkelheit über einen Friedhof und empfinden das, was das Wort „Friedhof“ aussagt, nämlich „Frieden“. Nun ja, der messerschwingende Mann stellte sich beim Besuch als die im Altersheim verstorbene, verwirrte ältere Dame heraus, die an Demenz erkrankt, ihr Zuhause verlassen musste. Ihre Erinnerungen waren noch an diesem Ort gespeichert, in dem sie entgegen der Annahme sehr glückliche 45 Jahre verbracht hatte.  Ab und an klapperte sie tatsächlich noch im Haus herum. Sie hatte sich schon auf den Dachboden verzogen, weil sie bemerkt hatte, dass die neuen Besitzer des Hauses sich vor ihr gruselten. Ich bat sie etwas leiser zu sein und wir vereinbarten ein Zeichen, was auch gut in der Folgezeit funktionierte. Nach einiger Zeit kam sie dann nicht mehr, weil sie sich von den irdischen Dingen soweit gelöst hatte. Der messerschwingende Mann war reine Fiktion erschaffen durch die Ängste der neuen Bewohner gewesen.

 

 

 

Quelle: Eriksen – Wikipedia

 

 

 

Zeitreisende

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Wisse, dass Du eine zweite kleine Welt bist und dass die Sonne und der Mond in Dir selbst sind und ebenso die Sterne.  ~ Origines

Kleine Kinder erleben die Welt ganz natürlich und für sie ist alles ein großes Abenteuer. Die Seelen sind einfach Spielgefährten, Freunde und haben so lange nichts beängstigendes bis sie bemerken, dass Andere sie nicht wahrnehmen können und mit Furcht bzw. Grusel reagieren. Kinder sind sehr feinsinnig. Auch wenn nach Außen ein anderes Bild gezeigt wird, spüren sie doch ganz intuitiv: „Huch, hiervor muss ich Angst haben, weil sogar der/die Große sich fürchtet.“ Und so entsteht der Kreislauf des dunklen Mannes oder das Monsters unterm Bett. Wir sind alle Zeitreisende, die für kurze Zeit einen grobstofflichen Körper nutzen, ehe sie wieder heimkehren. Was wäre wenn, wir auch in der Zeit vor- oder zurückreisen könnten?

Besucher aus anderen Zeiten und Ebenen sind immer wieder unbemerkt um uns herum

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit ein überraschendes und für mich ganz besonderes Erlebnis von der geistigen Welt während einer Meditation präsentiert bekommen. In der Meditation sah ich mich vor dem Haus meiner Großeltern stehen. Es war ein Sommerabend. Ich konnte die Heimchen singen hören, roch den typischen Geruch der Tagetes, der sich mit der Kamille, die überall auf dem Sandweg wuchs und der Kapuzinerkresse am Brunnen, der sich mit dem Geruch der alten finnischen Rauchsauna ganz in der Nähe vermischte. Neugierig ging ich die Steinstufen hoch und befand mich im Flur. Ich hörte den Mieter in seiner Wohnung herumklappern und leise war auch das Gemurmel des Radios hörbar. Offensichtlich gab es gerade die 19.00 h Nachrichten. Ich ging nun die Treppenstufen hoch und lauschte ganz bewusst, ob die 3. und 8. Stufe von unten auch immer noch knarzten. Die Gardine flatterte sanft im Abendwind. Und berührt dachte ich daran, dass die Gardine noch von meiner Uroma bestickt worden war und fragte mich, wann ich sie das letzte Mal so gesehen hatte. Neugierig kam ich oben an. Das silberne Türschild glänzte poliert und ich dachte kurz daran, wie beschlagen es ausgesehen hatte, als ich es das letzte Mal sah, bevor dieses Haus abgerissen wurde. Ich sah aus dem Fenster und draußen sah ich den Balkon, auf dem Wäsche hing. Ich überlegte, was ich wohl im Inneren der Wohnung finden würde. Tränen schossen mir in die Augen, als ich daran dachte, wie wir das Haus ausgeräumt hatten. Ich öffnete sanft die Tür, die sich seltsamerweise ohne Schlüssel öffnen lies bzw. ich hatte fast den Eindruck als ob ich einfach hindurch gehen konnte. Das war schon ein seltsames Gefühl. Aus dem Wohnzimmer drang leises Gemurmel zu mir vor und ich konnte die Stimmen meiner Familie identifizieren. Der typische Kaffeegeruch hing noch in der Luft, den meine Oma immer verbreitete. Ich ging nun durch die Küche, die noch den alten Kühlschrank hatte, den ich in den 90er Jahren nach dem Tod meiner Oma zusammen mit meinem Onkel ausgetauscht hatte. Ich sah die Plätzchen auf dem Tisch und die Kaffeekanne auf dem alten gusseisernen Herd und ging weiter durch ins Wohnzimmer.

Nichts geht verloren, sondern existiert auf einer anderen Ebene weiter

Dort saßen sie alle. Meine Oma, mein Opa, mein Onkel, der ein braungestreiftes Hemd trug und meine Mutter. Sie sprachen über die Erntevorbereitungen beim Großonkel Onni und dass mein Onkel dorthin fahren sollte, um zu helfen. Ich wunderte mich über das Hemd meines Onkels. Karierte Hemden kannte ich an ihm. Aber Streifen und dann noch in braun hatte ich an ihm nie gesehen. Ich versuchte mich bemerkbar zu machen. Aber egal, wie laut ich rief, sie hörten mich nicht. Es war auch wie eine unsichtbare Wand zwischen uns, durch die ich nicht hindurch kam, um sie zu berühren. Verwirrt ging ich ins Schlafzimmer meiner Großeltern. Dort saß in meiner alten Puppenecke ein Kind mit blonden Zöpfen und einem orange-bunten Blumenkleid im Stil der 60er Jahre, das mit seinen Puppen spielte und mit ihnen sprach. Das Kind schaute hoch und wir schauten uns einen Moment überrascht an. Ich erkannte, dass ich dieses Kind war und das Kind begann sofort ein Kinderkirchenlied zu singen, während es mich nun ängstlich anschaute. Dumpf erinnerte ich mich, dass meine Oma mich gelehrt hatte, genau dieses Lied zu singen, wenn ich wieder etwas sehen würde, was mir Angst machte. Offensichtlich hatte ich mich selbst als Kind gesehen und mir selbst Angst gemacht. Verwirrt verließ ich den Raum. Ich ging zurück durch das Wohnzimmer, wo meine Oma nun hochblickte und mich anschaute, leise nickend und lächelnd, zeigte sie mir, dass sie mich auch gesehen hatte. Mit einem letzten Blick auf diese für mich so geliebten Menschen verließ ich das Haus und spürte, wie ich wieder in meinen Körper gezogen wurde.

Als unendliche Seelen haben wir Zugang zu allen Ebenen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Ich habe noch monatelang darüber nachgedacht und bin dann letzten Endes auf eines meiner Kinderbilder aus dieser Zeit gestoßen, auf dem ich offensichtlich dieses Erlebnis verarbeitet hatte. Für mich als Quintessenz bedeutet es, dass wir in einem astralen Raum nicht nur in die Zukunft aber auch in die Vergangenheit reisen können, weil Zeit nicht existent ist. Für Diejenigen, die Seelen wahrnehmen können, sollte man versuchen zu verstehen, wem man eigentlich begegnet und ich hoffe, dass ich noch einmal so ein Erlebnis in anderer Form haben darf. Es war für mich wieder einmal ein Meilenstein im Verständnis zum Thema Zeit. Ich glaube nicht, dass wir etwas in diesem Zustand verändern können. Eingreifen in Lebenspläne dürfen wir nicht, aber ab und an vielleicht besser verstehen, wer und was wir tatsächlich sind.

 

Sternenkinder….

Der Sternenkindertag in Essen rückt näher. Am Sonntag ist es wieder soweit, dass wir uns mit den Sternenkindern und ihren Eltern/Geschwistern treffen, die von nah und fern anreisen werden. Wir freuen uns schon auf Euch! Habt eine gute Anreise!

Es gibt so den einen oder anderen heimlichen Helfer, der fleißig vorgearbeitet hat und ich freue mich darauf, dass wir diesen Tag ganz besonders mit den Seelen auf der Erde und im Himmel gestalten dürfen. Wir lassen Schmetterlinge, Libellen, Federn und Lichter als Brücke zwischen Diesseits und Jenseits fungieren. Da dieser Sternenkindertag jetzt so schnell ausgebucht war und wir aufgrund der besonderen und intensiven Energie nur mit einer kleineren Gruppe arbeiten können, wird es im nächsten Jahr voraussichtlich sogar zwei Tage geben. Damit bekommen dann auch Diejenigen, die leider in diesem Jahr nicht teilnehmen konnten, im nächsten Jahr vielleicht eine Chance.

Morgen früh ist ein schwerer Tag für Davids Familie, die in der Nähe von Wien, ihren Sohn, Bruder, Onkel, Enkel und Freund auf der letzten Reise seines Körpers begleiten werden. Ich bin mir sicher, dass David und seine Schwester wie auch alle anderen Seelen helfend und unterstützend anwesend sein werden. In Gedanken bin ich bei dieser besonderen Familie und ich würde gerne darum bitten, dass Diejenigen, die daran denken, um 10.00 h kurz innehalten und ein Symbol des Friedens und der Liebe in Gedanken senden.

Ich fühle mich  vielen Menschen tief verbunden, die ich auf ihrer Erdenreise ein Stück ihres Weges begleiten darf. Und ich freue mich immer wieder, wenn ich in Sittings die Seelen so nah bei mir spüren, hören und sehen darf. Wenn ich könnte, würde ich gerne meine Sicht teilen, so dass Alle ihre Lieben sehen könnten. Vielleicht geht das ja eines Tages, dass man einen „Ausdruck“ der Gedanken machen kann? Wer weiß das schon.

Immer wieder kommt es in den Sittings bei allem Traurigem auch immer wieder zu lustigen Situationen. Da sagt doch Nico ganz fasziniert: „hey, kann man dich auch in Serie produzieren?“ Ich wohne leider sehr weit von seinen Eltern entfernt und er würde so gerne öfter mit ihnen sprechen können. Nicos Todestag war vor Kurzem. Ich hoffe, sein Papa schaltet jetzt nicht mehr vorzeitig den Fernseher um, damit sein Sohn auch noch mitbekommen kann, wer gewonnen hat.

Die Seelen sind uns oft so unglaublich nahe und es ist schön, wenn sie von Dingen erzählen, die ich nie im Leben hätte wissen können. Wie z. B. eine Mutter, die darauf hinweist, dass man auf den Papa aufpassen solle. Er würde sich immer so schnell verschlucken. Der Schluckreflex des alten Herrn funktioniert wohl nicht mehr so gut. Dann die besorgte Frage eines absolut präzisen 28jährigen, der seinen Namen und sein Geburtsjahr sowie weitere Namen im Sitting nannte, ob denn das Auto noch abbestellt werden konnte. Er war gerade dabei seinen Führerschein zu machen. Er vermittelte auch die unglaublich große Freude, darüber, dass er nun ganz „in Ordnung“ sei. Zu Lebzeiten war er körperbehindert, aber so ein starker und charismatischer Mensch, dass man dies ganz schnell vergaß. Dann auch das Wiedersehen mit einem Mädchen, dem er seine Liebe hier auf der Erde aus Schüchternheit nicht sagen konnte. Dieses Mädel war kurz vor ihm verstorben und holte ihn zusammen mit den anderen an der Schwelle zwischen Diesseits und Jenseits ab.

Es ist immer wieder berührend erleben zu dürfen, wie die Angehörigen von der anderen Seite aus versuchen den Lebenden zu versichern, dass es ihnen gut geht. Schuldgefühle lösen sich in Nichts auf, wenn klar wird, dass die allermeisten Dinge so geplant sind und wir das Gehen einer geliebten Seele hier auf der Erde nicht verhindern können.

Ach, ich könnte jetzt noch und noch und noch weiter schreiben!  Es ist immer wieder eine meiner größten Herzensfreuden, wenn ich diese Welt und die neben uns existierende Welt mit einander verbinden darf.

 

PS: Es gibt neue Termine, die auf den Seiten www.jenseitskontakte-ruhrgebiet.de online gestellt wurden…

 

 

Organspenden und die Folgen für alle Beteiligten

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Das Thema Organspende habe ich ja schon verschiedentlich thematisiert. Dennoch ist es ein Thema, das die Menschen in unterschiedliche Lager spaltet. Ich kann hier nur für mich und meine Erfahrungen zu diesem Themenkomplex sprechen. Ich bin Angehörige eines Organspenders, nicht Empfängers, und habe sämtliche Phasen durchlebt, die mit Schuldgefühlen, Ängsten, Depression und Wut einher gingen. Meine Erkenntnisse basieren auf diesen Prozessen durch die ich hindurch gegangen bin. Ich durfte in meiner medialen Praxis Menschen begleiten, die ein Organ empfangen haben und Seelen, die mir von der anderen Seite von ihrer Sichtweise berichteten. Ich muss gestehen, dass ich selbst viele Jahre in diesem Gefühl von Schuld, Zweifeln und Ängsten gefangen war bis ich irgendwann die Tatsachen trotz meiner Skepsis so akzeptieren konnte, wie sie sich mir darstellten. Mein Herz geht zu all Denjenigen, die sich mit diesen Fragen quälen.

Aber ich denke, dass man sich mehrere Dinge vor Augen halten muss. Es ist nicht so, dass ein Mensch, der ein Spenderorgan erhalten hat, damit einfach wie nach einer Autoreparatur weitermachen kann. Da sind die Infektanfälligkeiten gerade am Anfang, wenn sich das Leben total verändert und Empfänger auf jegliche Sozialkontakte, die ansonsten ganz alltäglich sind, verzichten müssen. Der Lebensalltag muss den Bedürfnissen angepasst werden. Das ist für Alle in einer Familie belastend. Da kann das geliebte Haustier nicht mehr bleiben. Kinder oder Partner dürfen nicht geküsst werden oder küssen. Eine gemeinsame Badnutzung schließt sich auch aus. Das führt zu Konfliktsituationen auch und gerade, weil die Person, die vorher schwerkrank war, nun nach einer erfolgreichen Transplantation wieder ihren Platz in der Familie oder Partnerschaft finden muss. Ganz oft, führt dies zu schwerwiegenden Problemen und nicht selten zur Trennung.

Viele Transplantierte entwickeln dann auch Schuldgefühle dem Organspender gegenüber, wenn ihnen bewusst wird, dass da ein anderer Menschen gestorben ist. Nicht selten fühlen sie sich als Verursacher des Todes des Organspenders. Natürlich bekommt dann die Frage nach dem „Wer hat mir das Organ gespendet?“ und „welche Auswirkungen hat das jetzt auf mich?“ und das Gefühl die eigene Identität mit dem Organ verloren zu haben, was dann mit Ängsten und Depressionen einher geht. Es wird oft erst dann richtig bewusst, was es bedeutet, wenn der Hirntod festgestellt wird und man für tot erklärt wird.

Es ist nicht so einfach ein Organ auch in der Psyche anzunehmen. Daher ist es wirklich anzuraten, dass man sich dann therapeutische Hilfe sucht, um an der Akzeptanz des Spenderorgans zu arbeiten. Denn damit das Organ weiter aktiv bleiben kann, braucht es nicht nur die Medikamente, sondern auch die Einwirkung des Geistes auf das neue Organ.

Vielleicht trägt mein Video ja etwas dazu bei, dass  der eine oder andere Organempfänger die Spende in einem anderen Licht sehen kann und auch die Angehörigen eines Spenders Linderung in ihrer Trauer finden. Zumindest hoffe ich das aus der Tiefe meines Herzens….