Sternenstaubglitzer

Zurück aus dem Süden Deutschlands und schon wieder unterwegs… Trotzdem möchte ich eine kleine Begebenheit vom Wochenende erzählen, die mich sehr berührt hat und mir gestern Morgen einen schönen Start beschert hat:

Ich saß am Frühstückstisch im Hotel draußen auf der Terrasse. Ein nebliger, etwas feuchter Morgen, trotzdem warm und irgendwie entspannend mit dem Blick auf die Berge vor mir. Ich saß dort ganz allein. Eine Reisegruppe und die angereisten Gäste eines 90. Geburtstags bevölkerten lautstark den Frühstücksraum, so dass ich über die Ruhe und den Frieden auf der Terrasse sehr zufrieden war. Während ich an meiner Teetasse nippte und mich gerade sehr glücklich schätzte, tauchte ein kleines Mädchen mit geflochtenen Zöpfchen auf der Terrasse auf. Sie hüpfte zuerst an mir vorbei und kam dann an meinen Tisch. Ich überlegte kurz: „lebend oder verstorben“? Da sagte sie zu meinem Erstaunen: „Du glitzerst überall wie Sternenstaub. Pinker Glitzer und lila Glitzer. Darf ich Dich mal anfassen?“ Ich musste grinsen. Die Kleine ist offensichtlich eine Auraseherin. „Klar, kannst Du mich anfassen. Gib mir mal Deine Hand. Wie heißt Du denn?“ Sie gab mir ihre Hand und sagte: „Ich bin die Nathalie aus Österreich.“  Ich dachte für mich „OK, lebend.“  Kichernd zog sie ihre Hand zurück und sagte „Oh, jetzt habe ich auch sooooo viel Glitzer an meiner Hand. Warum glitzerst Du denn so?“ Ich lächelte sie an und sagte, dass sie auch glitzern würde und dass das ganz in Ordnung sei, wenn sie bei einigen Menschen Glitzer sehen würde und bei anderen nicht. Diese Menschen seien in diesem Moment glücklich, so wie sie jetzt auch. Sie nickte ernsthaft und sagte: „Aha, jetzt weiß ich, warum das so ist. Aber Du glitzerst noch anders. Mehr.“ Meine Antwort war; „Na ja, heute bin ich besonders glücklich, weil ich Dich getroffen habe.“ Die kleine Österreicherin erwiderte darauf: „Du, weil Du so schön glitzerst, schenke ich Dir mein Bandel und den Ring. Dann sind wir für immer Freundinnen.“

Ich gab ihr im Tausch meine  Schmetterlingskette. Eines der spirituellen Gesetze lautet, dass wir immer in Balance sein müssen. Es darf kein Ungleichgewicht entstehen.

Wir wurden von den Eltern unterbrochen, die ihre Tochter riefen und mich fragten, ob mich das Kind nicht genervt hätte. „Unsere Tochter hat immer so seltsame Ideen. Wir wissen gar nicht, wie sie immer darauf kommt.“ Ich lächelte und sagte ihnen, dass ich die Gedanken ihrer Tochter gut verstehen könnte und sie sei ein sehr besonderes Kind. „Bitte hören Sie Ihrer Tochter zu, wenn sie Ihnen Dinge aus ihrer eigenen Welt erzählt. Was ist schon Realität? Jeder erlebt sie anders und Ihre Tochter ist ein sehr besonderes Kind. So ein Kind war ich auch mal.“ Ich gab ihnen meine Visitenkarte, stand auf und verließ den Tisch. Ich hoffe, sie haben den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden. Auf meiner Visitenkarte steht, dass ich ein Medium bin.

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